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Großvaters Rückkehr

Traum:
Morgendämmerung – Im Rusch. Mit Moina an der Hand gehe ich den Bürgersteig entlang. Komme an der Werkstatt vorbei. Die Wand zur Straße hin ist völlig offen. Drinnen sitzen Handwerker mit ihren Familienangehörigen um einen Tisch und frühstücken.

Es folgt ein unbemerkter, fließender Übergang. Mein Großvater – diesen sah ich Ewigkeiten nicht! – begleitet uns. Er strahlt Gelassenheit und Frieden aus, aber er wirkt auch nachdenklich. Ich fühle mich wohl mit ihm an meiner Seite. Nachdenklich äußert er Gedanken, die ihn schon etwas länger beschäftigen:
„Es ist nicht gut, seine Kinder zu häufig und über zu lange Zeiträume bei den Eltern unterzubringen. Auch wenn es heute fast zu einer Selbstverständlichkeit wurde, diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen. Kinder gehören zu ihren eigenen Eltern.“

Während seiner Worte sind wir in den Kattenpad oder Sophie-Bötjer-Weg gewechselt und schließlich in einem vertrauten Zuhause angekommen. Ebenfalls während seiner Worte trat ich an ein schmaler Oberfenster und öffnete es – mich reckend und streckend. Und dachte im Stillen, dass ich so ähnlich empfände. Und antworte: „Ich habe es auch nicht vor.“ Ein wenig wundert mich seine Aussage aber doch, denn aufgrund der Entfernung zu meinen Eltern bietet sich eine solche Möglichkeit gar nicht.

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