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Licht am Ende des letzten Brückentunnels

Traum:
Schemenlicht, unterwegs. Mike radelt voran, ich hinterher. Wir überqueren vier breite Flüsse, die in etwa fünfzig Meter grasbewachsenem Abstand parallel nebeneinander verlaufen.

Wir haben bereits drei dieser je hundert Meter langen Brücken hinter uns gelassen. Brücken aus Metall, rundum geschlossen, wie eine quadratische Schleuse. Als wir in den vierten Brückengang hineinfahren und unser Blick sich auf die Ausfahrt am anderen Ende richtet, sehen wir etwas, das wir an diesem Ort nicht erwartet hätten: Die Seitenwände laufen am Endpunkt zusammen! Endstation – dort kommen wir nicht hinaus!

Oje, ein wenig habe ich schon das Gefühl, der Rückweg hinter uns sei auch verschlossen. Schließlich liegen drei lange Brücken hinter uns. Aber, so mache ich mir Mut, der Rückweg ist ja nicht unmöglich, sondern nur unbequem! Inzwischen ist Mike bis zum Endpunkt vorgefahren und im Begriff, die Mechanik der Brückenöffnung von Hand zu aktivieren. Ich bekomme es mit der Angst zu tun! Es ist gefährlich, das zu tun! Er könnte bei einer abrupten Öffnung in die Tiefe stürzen! Die Türen könnten, falls die Öffnung gewaltsam geschieht, schlagartig wieder zuschnappen und er würde darin eingeklemmt, schlimmstenfalls zerquetscht. Ich rufe ihn laut und eindringlich zurück. Offenbar kam er auch nicht weiter, denn sogleich ist er wieder an meiner Seite. Und setzt sich dann an einen Schaltpult hinter mir. Über meiner rechten Schulter sehe ich ihn. Er betätigt einen Hebel mit rundem schwarzem Knauf. Und es ist wie ein Wunder! Die Brücke öffnet langsam ihr Tor… Und mehr noch… sie weitet sich! Und mit der Öffnung strömt wundervolles Licht herein – dort hinten scheint pures Licht zu sein – , dehnt sich bis in den Brückentunnel aus! Wir machen uns auf den Weg, nähern uns dem Licht… Freude erfüllt mich, und unbeschwert wie ein Kind… öffne ich meine Arme… und laufe los…

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