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Lichter am dunklen Fluss

Traum:
Ein Ort, dem Empfinden nach sehr südlich in Deutschlang gelegen. Passau?? Egal. Ein öffentlicher Platz, wo Kirmes oder ähnliche Veranstaltungen stattfinden. Augenblick sind wenig Leute hier. Ich stehe vor einem offenen Rondell. Und zu meiner großen Überraschung sehe ich – während ich hindurch blicke – Amy und C.HD daher kommen! Na, was machen die denn hier!? Sie leben in Berlin. Eine weite Fahrt, für die es sicherlich einen Anlass gibt? Ach, hätte ich gewusst, dass wir uns heute schon sehen, hätte ich beim letzten Telefonat gar nicht so viel berichtet. Es wäre viel schöner gewesen, wir hätten uns jetzt darüber unterhalten können!

Jedoch… beide machen gar nicht den Eindruck, als wären sie wegen mir hierher gekommen. Sie tragen auch eher offizielle Kleidung. Ich würde auf den Tod eines Verwandten, auf eine Beerdigung tippen. Aber ihre Kleidung ist hell – cremefarben. Es wäre zumindest unüblich.
Sie bemerken mich, kommen auch auf mich zu. Aber irgendwas ist anders… als sonst. Keine freudige Begrüßung… Irgendetwas scheint ihnen auf der Seele zu liegen.

Mit wachem Blick und leichtem Erstaunen schaut mir Amy ins Gesicht. Ich scheine deutlich anders auszusehen, als bei unserem letzten Zusammentreffen. Aber sie sagt nichts – sagt einfach so… nichts! C.HD schaut auf meine Stirn… verwundert. Und wie sein Blick so ungehindert auf meine Stirn geht, spüre ich es: mein Pony ist ganz kurz! Und je länger er schaut, umso weiter scheint sich das Haar dort zu verkürzen und meine Stirn fühlt sich auf einmal licht und auch etwas verwundbar an. Sicherlich sieht es nicht allzu gut aus. Aber C.HD lächelt mich leise an.

Es ist Abend geworden. Dunkel. Vom vorherigen Standpunkt haben wir uns etwa 120° weiter nach links um den Pavillon gedreht. Dort sitzen jetzt Leute auf Barhockern. Und während C.HD seinen Arm um meine Taille legt, sinke ich auf eine schmale Bank neben dem Tresen und strecke – wie trunken – die Beine aus.

Gleichzeitig stehe ich ein paar Schritte weiter, schaue mir dabei zu. Schaue auch nach links, über den breiten Fluss hinweg zum anderen Flussufer. Dort ist ein großer Monitor aufgebaut. Eine Szenerie in Kaffeefarben, Schauspieler – tonlos. Rundherum Lichter, auch auf dem schwarzen Fluss – der an die Ilz erinnert – schwimmen viele Lichter. Illuminate! Wunderschön! Und währenddessen spüre ich C.HDs Hand warm und weich meine Seite halten, und sehe aus der Distanz, wie sich die Lichter in den Pailletten meines schwarzen Etuikleides spiegeln. Eine Illumination… und mein Kleid spiegelt sie facettenreich, facettengleich wieder. Ambivalenz— schön, nicht schön.

Rand-Notiz:

Die Szene auf dem Monitor am Fluss erinnert an dieses Bild:
Wasserfall in Ton
vom 28. Juli 2006

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