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Wildschweinbraten in Bio-Großküche

Traum:
Amy hat in der Stadt – vermutlich in Frankfurt – einen Bioladen eröffnet. Alles ist neu und ansprechend eingerichtet. Und ich habe somit das Glück, an einem vertrauten Arbeitsplatz beruflich wieder einzusteigen.
Ich erwache in einer Ecke, direkt am Eingang, stehend. Mike neben mir. Wir haben uns hier zum Schlafen abgestellt. Kann sein, dass Mike aus Platzersparnisgründen kopfüber steht. Als wir aufwachen, sehe ich mit kurzem Schrecken, dass die Ladentür offen steht. Eigentlich wäre geschlossen, und es ist niemand mehr da. Jeder hätte hereinkommen können! Daran hätte ich denken müssen!! Und vor allem hätte ich mit Amy besprechen müssen, wer kontrolliert, ob die Tür abgeschlossen wurde. Auch eine Schranktür steht spaltbreit offen. Welch ein Leichtsinn! Im Nebenraum höre ich etwas… Amy ist also noch da. Einerseits gut – wegen der offenen Eingangstüre. Auf der anderen Seite befürchte ich ihren Ärger und ungehaltene Kritik auf mich zukommen.

Also gehe ich direkt auf sie zu, spreche es an. Und sie ist mir gar nicht böse. Während sie durch den Laden läuft und ihre Arbeit verrichtet, nimmt sie einen Schlüssel aus einem Wandschrank und überreicht ihn mir. Der ist für die Kasse; dann kann ich sie abschließen. Ja, das ist gut – damit wäre dieser Punkt schon mal geklärt. Ein gutes Gefühl, wenn mehr Struktur in die Sache kommt. Der Schlüssel (erinnert an den Schlüssel meines Fahrradschlosses) hat einen rostbraunen Kunststoffgriff. Ich probiere sogleich, ob er in das Schloss der Kasse passt… – joo!

Durch irgendetwas Unbenennbares getrieben, gehe ich nach nebenan in die Großküche. Hier liegt ein riesiges geschmortes Wildschwein am Boden – also das Fleisch eines Wildschweines in einem Stück, aber ohne Kopf und Knochen. Der Koch zog es gerade aus dem Ofen. Es ist heiß, dampft, und ist mit dicken weißen Speckstreifen gespickt und liegt in seinem eigenen Saft. In dem Moment, da ich befürchte, mir die nackten Füße im Bratensaft zu verbrennen, wird mir bewusst, dass es nicht erlaubt ist, barfuss in der Küche umher zu gehen. Schnell gehe ich wieder zurück, ehe der Koch es sieht.

C.HD kommt. Ich freue mich über das Wiedersehen. Gemeinsam hocken wir am Boden, kehren Staub und Dreck zusammen und schütten es in einen Müllbeutel. Währenddessen erzählt er mir, dass er unter Umständen in einigen Wochen eine Schreibkraft brauche. Dabei habe er an mich gedacht. Oh, das wäre natürlich toll! Das würde ich gerne machen. Aber lieber erst einmal abwarten, ob wirklich etwas darauf wird.

Ein nach allen Seiten durchlässiger Gang – der Himmel dringt durch Decke und Wände. Er liegt grenzt an den Küchenbereich, bildet gleichzeitig den hinteren Saum des Bio-Bereiches. An dieser Stelle entdecke ich, dass Amy eigens Fächer für mich bereit stellte. Und sie sogar meine Schuhe darin eingeordnet. Oh, ich wusste nichts (mehr) von all diesen Schuhen! Arbeitsschuhe – weiblich und elegant, und alle mehr oder auch weniger bequem. Etwas peinlich ist es schon, dass ich mich nicht darum kümmerte. Ja, dass ich das völlig vergessen hatte! Ich ziehe ein Paar Schuhe heraus – jene die mir hübsch, aber auch bequem genug, und angemessen für den Arbeitstag erscheinen. Vielleicht sollte ich die Schuhe aus allen drei Schubfächern in ein einziges räumen. Ich fühle mich mit gleich drei Schuhfächern viel zu reich beschenkt. Möchte gar nicht so viel Raum einnehmen.

Aber weiter an die Arbeit. Ich nehme den Müllbeutel und gehe den durchlässigen Gang weiter. Ein schlaksiger hochgewachsener Mann mit nüchternem Teint (astrologisch dem Jungfrau-Prinzip entsprechend) kommt hinzu . Ich versuche, den Müllbeutel in ein mehr als zwei Meter hohes Drahtgestell – es scheint aus dem Drahtbügel einer Sektflasche hergestellt zu sein – einzulegen. Dies dient nämlich zur Müllentsorgung. Bereits zuvor entdeckte ich und auch an anderer Stelle einige ungewöhnliche Gegenstände… Mühevolles Ausstrecken reicht nicht aus um den Beutel dort oben zu platzieren. Der lange Mann an meiner Seite greift sofort freundlich ein und nimmt mir das ab.

C.HD besteht darauf, dass ich ihn begleite, wenn er jetzt nach draußen geht um den Müll wegzutragen. Ob das aber meiner Chefin recht ist? Wir gehen los, sie hat nichts dagegen einzuwenden. Es ist ein milder Sommertag in milchigem Sonnenschein. Unser Weg führt über karg grasbewachsenes Gelände. Ich genieße die Entgrenzung, die frische Luft und milde Wärme. Schon bald gelangen wir in ein kleines Hotel und durchqueren den Restaurantbereich. Wir durchqueren ihn im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir wählen den direkten Weg, steigen über Tische und Stühle hinweg. Am letzten Tisch am Fenster sitzt eine Reisegruppe – alles Frauen. Eine der Frauen fragt uns, ob wir ihr Zimmer zum Übernachten übernommen wollen. Diese direkte Übernahme wäre ja eine günstige Angelegenheit! Ein nettes Angebot, doch wir lehnen dankend ab, gelangen widerstandslos direkt durch das große Panoramafenster hindurch nach draußen. Dort auf eine Außentreppe, die zum Sandstrand hinab führt.

Geweckt…

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