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Ohren auf Durchzug

Traum vom 16. Januar 2007
Anruf bei dem schwulen Blonden in seiner Herrenboutique. Im Dunkel des Zimmers ist er vor einem langen Tresen zu sehen, wie er geschäftig hin und her eilt, als es bei ihm klingelt. Vermutlich hat er ursprünglich gar nicht abheben wollen. Erst nach längerem Klingeln nimmt er den Anruf entgegen. Ohne abzuwarten, was der Anrufer – also wir – will oder wer es ist, erklärt er mit freundlicher und gewählt vornehmer Stimme:
„Na, sie hören es… Bei mir geht es momentan in einem Ohr rein und gleich im anderen Ohr wieder hinaus.“ Aha, ich verstehe, was er sagen will. Mit anderen Worten, es macht für beide Seiten keinen Sinn, ein Gespräch zu führen. Noch während er auflegt – und das dauert bemerkenswert lange – stößt er mehrere „Hmm…“, „hmm“… „Hmmm“ aus, was mir als Ausdruck einer gewissen Entschlossenheit scheint, mit der er sich auf das konzentriert, was gerade anliegt. Ohne dabei jedoch sein Gegenüber darüber zu vergessen. Es ist offenbar, dass er nichts davon ahnt, dass wir diese Gesprächspartikel noch mithören können.

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