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Senioren, Bananenschalen und Eukalyptusdämpfe

Traum:
'2007-01-14 Kassenfenster' von Traumzeit Draußen. Ich stehe an einer Kasse an: in der Fassade ein Fenster mit grünem Holzrahmen, das weit geöffnet ist. Dahinter erahne ich einen Kassierer. Links sehe ich eine Gruppe Senioren. Insbesondere fällt mein Blick auf eine Frau in einem Rollstuhl. Ohne nachzudenken folge ich einem starken Impuls, und schiebe die Frau vorsichtig hin und her. Die meisten der Senioren sind auf mein Tun aufmerksam geworden, sehen sich das an, aber ohne nennenswerte Reaktionen darauf. Der Rollstuhl ist so leichtläufig, dass ich nur leicht mit den Fingerspitzen schiebe und er einfach lossurrt. Da ich nicht richtig zugegriffen habe, scheint mir der Wagen kaum unter Kontrolle zu halten zu sein. Bei näherer Betrachtung erkenne ich auch, dass es ein besonderer Rollstuhl ist. Er ähnelt einem umgebauten Einkaufswagen.

Hmm… die Frau ist in Begleitung der anderen Senioren, wird sich im Falle eines Falles sicherlich lieber von ihren Leuten irgendwohin schieben lassen, oder? Als ich die Frau näher betrachten will, wendet sie gerade ihren Kopf in meine Richtung. Sie hat sandblonde gewellte Haare – nackenlang. Ihre Haut ist bleich, die Lippen trocken und schmal, stark durchblutet und zu einem etwas grotesken Oval geöffnet. Ein etwas abschreckender Anblick, wie eine offene Wunde… Sie scheint zudem eine gesundheitliche Beeinträchtigung zu haben.

Als dann mein Blick auf die anderen Senioren fällt, sehe ich, dass alle in solchen Rollstühlen, die wie umgebaute Einkaufswagen aussehen, sitzen. Wenn… dann müsste ich eigentlich alle schieben! Was bringt es, nur dieser einer Frau zu helfen und die anderen müssen dann zuschauen? Vielleicht können sie sich gegenseitig auch viel besser helfen? Und in der Art wie mich jetzt alle anschauen, wirken sie so gar nicht hilfsbedürftig. Jedenfalls benötigen sie keine ungebetene Hilfe. Als ich mich aus der Gruppe löse, habe ich wieder ein besseres Gefühl. Wahrscheinlich war ich richtig aufdringlich.

Ein Blick zum Kassenfenster zeigt mir, dass ich gleich an der Reihe bin. Noch zwei Leute vor mir. Der Mann direkt vor mir ist gleich an der Reihe. Er fällt ins Auge. Steht etwas seitlich gebeugt, in den Händen eine hellblaue Tüte mit einem Eisbären drauf: Eukalyptusbonbons. Ein Spitze der Tüte hat er abgeschnitten, hält sie nun in der Faust, die kleine Öffnung in ein Nasenloch geschoben und schnüffelt gierig. Ich bin etwas überrascht… dass man sich an Eukalyptusdämpfen berauschen kann, das habe ich bisher nicht gewusst!

Ich will zwei Bananen bezahlen. Als ich in meinen Einkaufskorb blicke, entdecke ich zwei Bananeschalen. Die Bananen werde ich inzwischen wohl gegessen haben. Das ist etwas unangenehm, denn die Bananen müssten noch abgewogen werden. Ich werde einfach vorschlagen, zwei Bananen von ähnlicher Größe abzuwiegen um dann einen großzügig berechneten Preis zu zahlen.

Rand-Notizen:
Bananenschalen und Rollstühle – da hat Testsiegerins Glückstag meine Traumkraft inspiriert, oder?

Und über das Thema bloggende Senioren habe ich gestern Abend bei Gaga gelesen. Und vom Bitte denken Sie mal darüber nach habe ich mich wohl sehr angesprochen gefühlt.

Das Kassenfenster im Traum (wo ja auch zwei Leute anstehen – sozusagen) ist quasi ein Ausschnitt des Bildes, an dem ich gestern Abend noch rumbastelte. Mit unbefriedigendem Ergebnis, so dass ein verfrühtes Ende im Papierkorb schon angedacht war.

'No risk no fun' von Traumzeit

Hier in größerer Darstellung.

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