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Arabische Ärztin und mein Traumbuch

Traum:
Mühlheim. Wir haben eine Wohnung bezogen, die wir nicht für uns allein bewohnen können. Türen, die in angrenzende Bereiche führen, sind für jedermann offen zugänglich.

Ich liege im Bett, Moina ist gerade hinzugekommen. Es ist Mittagszeit, und eigentlich sollte ich jetzt nicht mehr im Bett liegen. Als nun jemand in das Zimmer kommt, steigt Mike auch noch einmal zu mir ins Bett, während ich mich gerade zu Moina beuge und sie küsse und necke. Durch das Eintreten der schwarzhaarigen Fremden wird mir bewusst, dass ich nur einen weißen BH trage. Witzigerweise trägt auch die Fremde einen weißen BH. Und ich bin überrascht, wie sich durch diese Spiegelung meine Scham relativiert. Inzwischen kann ich die Fremde klarer erkennen. Sie ist an ein kleines Tischchen getreten und schreibt. Ach so, es ist eine arabische Ärztin. Nanu, sie macht ja ausführliche Notizen in mein Traumbuch?! Und dann ist sie auch schon wieder verschwunden.

Ich springe aus dem Bett und schaue ins Traumbuch. Eine andere Frau ist übrigens hinzugetreten und beobachtet. Tatsächlich, die rechte Seite ist voll beschrieben. Als ich umblättere, sehe ich auf der nächsten Seite ein paar Bleistiftnotizen. Nur Zahlen und ein paar Buchstaben. Also weniger ausfüllend, so dass hier immerhin noch Platz für meine Traumnotizen bleibt.

Was soll ich nun machen? Die Araberin braucht diese Notizen – sonst hätte sie diese schließlich nicht gemacht – allerdings werde ich mein Buch weiter verwenden. Am besten, ich reiße die ganze Seite heraus und gebe sie ihr. Die andere Frau am Tisch meint, dass es vielleicht besser wäre, sämtliche Notizen einzuscannen. Dann könnte ich auch gleich die gebogenen Wörter – es hängen tatsächlich einige gebogene Wörter in orangefarbener Schrift lose im Text herum – geradebiegen und korrekt einfügen. Vorsichtig berühre ich eines der gebogenen Wörter mit den Fingerspitzen. Sie hängen im Text wie fragile Anhänger. Die leiseste Berührung lässt sie leise schaukeln. Und sie lassen sich durch eine vage Berührung im Text hin und her schieben, so als lägen sie nur oberflächlich drauf. Sie wirken irgendwie kostbar und zerbrechlich.
Naja, vielleicht sollte ich es einscannen … Nur glaube ich nicht, dass ich ein Texterkennungsprogramm habe. Und wäre der Zeitaufwand nicht unverhältnismäßig groß, da ich schließlich noch die fehlerhaft eingelesenen Wörter korrigieren müsste? Es wäre einfacher, ich reiße die Seite aus dem Buch, leihe sie der Araberin zum Abschreiben. Und danach gibt sie es mir einfach zurück! Die andere Frau widerspricht dieser Möglichkeit nicht – aber sie scheint davon nicht so begeistert zu sein. Doch dann sagt sie: „Okay.“

Etwas weiter hinten im Raum – dort wo alles im Halbdunkel liegt – sitzt eine Gruppe junger Menschen um einen Tisch herum. Als ich um den Tisch gehe, fragen sie mich:
„Kannst Du dich an deine Träume erinnern?“ „Ja“, sage ich interessiert, „häufig kann ich das!“ Sie fragen, ob ich schon meinen Präsentkorb angesehen habe. Präsentkorb? Ja, erklären sie, der stände doch schon seit einigen Tagen da hinten im Heizungsraum. Oh, antworte ich, die hinteren Räume gehören gar nicht zu dem Bereich, den ich ohne Erlaubnis betreten dürfte! Aber klar, wenn dort etwas für mich steht, dann darf ich mir das sicherlich herausholen.

Und… Präsentkorb… vor einigen Tagen schaute ich aus einem Fenster. Im gegenüberliegenden Haus sah ich einige Senioren damit beschäftigt, einen Präsentkorb zu füllen. Sollte es gar dieser sein? Für mich?

Da steht er schon vor mir. Ich hole Baby-/Kleinkinderunterwäsche hervor. Gleich mehrere in verschiedenen kräftigen Farben an einem gelb-bunten Pappstreifen befestigt. Einmal Mädchen- und einmal Jungenunterwäsche. Fein, ich freue mich, es ist also auf jeden Fall etwas für Moina dabei! Die Unterwäsche hat einen weichen Saum aus Norwegerstrick. Das könnte Moina noch passen. Als nächstes hole ich mehrer Socken an einem Pappstreifen hervor. Oje, die sind aber ziemlich klein – Babygröße. Ich dehne einen Socken… Mike schaut kopfschüttelnd zu. Er sieht es gleich. Nein, da hilft auch ein Schönreden nicht – die passen Moina nicht mehr. Wie schade. Aber ich kann sie Wilma geben, die hat gerade kürzlich ein Baby bekommen.

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