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Zinkwanne voller Abwasch

Okay…

Traum:
Gemeinsam mit etwa einem Dutzend Leute nehme ich an einem Seminar teil. Ein Privatkundenberater vermittelt betriebsinternes Wissen, was uns den Zugang zur Bank ermöglichen und erleichtern soll. Der Berater geht die Tische entlang, hält einige Arbeitsbogen in den Händen, und wirft einen Blick auf unsere Ausarbeitungen. Als er vorschlägt, wir sollen uns einfach mal einen Bankbesuch vorstellen – jeden einzelnen Schritt dabei – und dann fragt: „Wie wäre der chronologische Ablauf eines Bankbesuches?“ Da macht es mit einem Male Klick! Ah sooo!! Nun verstehe ich! Auf einem Schlag ist alles nachvollziehbar, alles logisch zusammenhängend und somit ganz einfach zu merken. Ein gutes Gefühl, alles verstanden zu haben. Der Privatkundenberater schenkt mir ein erfreutes Lächeln.

Später in Riekes Galerie. In einem der freistehenden Regale entdecke ich Lampen, die Rieke selbst herstellte. Alle haben eine Grundform aus weißem Tonpapier. Rundum sind Fenster gearbeitet, die mit aneinander gereihten, gekräuselten Seidenpapierstreifen – in Orange, Gelb und Rot – gefüllt sind. Die Lampen haben etwas Duftiges und Leichtes, und geben sicherlich warmes Licht. Zu gerne würde ich eine solche Lampe erwerben, nur weiß ich nicht, wie viel sie kostet. Es sind noch andere Interessierte in den Ausstellungsräumen. Dann und wann wird mir eine metallene Hülse gereicht. Jene der Art, wie sie für Sehhilfen genutzt werden. Womöglich sind es auch Kaleidoskope. Sie liegen gut in der Hand – verführerisch weiblich, irgendwie. Ja, ich tippe auf ein Kaleidoskop, als ich wieder eines in den Händen halte. Während dieses Aufenthalts wird auch Wissen verteilt. Wir sollen es uns gut merken, und sollten dem folgen; soweit es uns möglich ist.

Während einer längeren Pause gehe ich mit Stefan D. am Rande einer Aula entlang. Der Raum ist verlassen. Einige Tische stehen vor den Fenstern – teils steht darauf benutztes Geschirr. Ein Tisch an der Ecke sagt uns zu, und wir wollen unsere Kaffeegedecke dort abstellen. Eine Lache Wasser oder Tee lässt uns innehalten. Ich wische alles fort, damit wir uns setzen können. Doch Mike konnte bisher nicht so schnell folgen – er ist noch nicht eingetroffen.

Dann folgt eine gymnastische Einführung von Rieke. Sie turnt rechts von mir auf einer siebzig Zentimeter hohen Balustrade einige der wichtigen Übungen vor. Eine ältere Frau in meiner Nähe erklärt mir, dass sie in erster Linie sehr aufmerksam das Vorturnen anschaue. Ja, sie begänne erst gar nicht mitzuturnen, ehe sie nicht die komplette Übung betrachtet habe! Ein zu frühes Mitturnen würde sie vom konzentrierten Zuschauen ablenken, was letztlich zur Folge habe, dass sie die Übungen nicht fehlerfrei nachturnen könne. Sie erklärt, wie wichtig es sei, sich den genauen Ablauf zu merken! Das ist irgendwie einleuchtend. Und ich hatte – vermutlich aus alter Gewohnheit – möglichst schnell aktiv mitgeturnt, und dabei tatsächlich nicht alles mitbekommen. Die Mitturnerin scheint mir etwas neunmalklug – …aber wo sie recht hat, hat sie recht.

Letztlich finde ich mich in einer etwa zweieinhalb Meter langen Zinkbadewanne wieder. Ich sitze im Spülwasser und reinige große Mengen Geschirr. Mir geht durch den Kopf, dass es früher nicht denkbar gewesen wäre, eine solch große Geschirrmenge – wie sie große Gruppen verursachen – von einer Person spülen zu lassen. Entweder gab es eine Spülmaschine, oder es wurde gemeinsam erledigt. Naja, nun sitze ich also im Spülwasser. Der Großteil des Geschirrs steht bereits gereinigt neben der Zinkwanne. Das Spülwasser zeigt sich grau und trübe, und es schwimmen ein paar Essensreste darin. Es wäre eigentlich an der Zeit… So ziehe ich den Stöpsel, um das Wasser ablaufen, und anschließend frisches Wasser einlaufen zu lassen. Das Wasser geht zügig ab. Da kommt Rieke und ich meine ihrem kritischen Blick zu entnehmen, dass es ihr nicht recht ist, dass ich das Wasser schon laufen lasse. Vielleicht sollte ich das restliche Geschirr auch in diesem Wasser abspülen? Sie wird ja wohl verstehen, dass ich das Geschirr unmöglich in dieser trüben Brühe reinigen konnte!

Abwasch:
Frankfurt-Worpswede

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