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Mustafa

Traum vom 8. August 2009

In einem kleinen Warenhaus. Eine etwas ältere Frau präpariert Mädchenkleider. Genauer gesagt, arbeitet sie an den Armausschnitten. Mit einem pilzförmigen Holzstopfen stößt sie die Nahtzugaben nach innen, so dass sie später leicht mit der Maschine genäht werden können. Dabei entsteht unter ihren Händen eine saubere Rundung.
Ich spreche sie an: „Na, das ist ja eine schöne (will sagen: aufwändige) Arbeit, was!“
Doch sie winkt ab und meint: „Ach nein, alles nicht so wild. Anderes ist interessanter!“

Ihre Antwort veranlasst mich, die Treppe, die sich ihrem Tresen anschließt, hinauf zu gehen. Ah, dort oben angekommen, sehe ich die Freundin! Die neue Freundin von Mustafa; eine hübsche Siebzehnjährige mit großen braunen Augen. Sie werden bald ein Paar sein. Ich glaube, sie sind einander versprochen. Dennoch muss das Mädchen – sie ist so grazil und anmutig – natürlich um seine Gunst werben. So läuft sie hinter ihm her. Barfuss. Durch die Wärme. Eilt mit den Verwandten. Den schlammigen Weg entlang, mit den warmen Pfützen in den vielen Fahrspuren. Ihr Zigeunerrock flattert um ihre sonnenbraunen, schlanken Waden.
Ich mag, wie meine nackten Füße, meine Zehen, durch den warmen Schlamm glitschen, während ich den Liebenden hinterherlaufe, damit ich nichts vom weiteren Verlauf verpasse.

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