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So eine Kacke

Vorsicht, es wird etwas anrüchig.

Traum:
Mit dem blauen Paketabholschein eile ich aus dem Mehrparteienhaus. Die handschriftlich eingetragene Zahl der abzuholenden Pakete wurde korrigiert. Es ist nicht nur ein Paket, sondern es sind zwei! Und dieses Mal wurden sie bei den Nachbarn abgegeben. Zumindest hoffe ich das!

Als ich kurz darauf zurückkehre, hat sich einiges getan. In der Vorhalle im Erdgeschoss wurden Verkaufsstände aufgebaut. Brot und Brötchen, Gemüse und Salat ist dort zu haben. Dahinter sehe ich die lange Sperrholzwand mit meiner Wohnungstür (auch aus rohem Sperrholz). Zwei Spediteure tragen emsig die Ware hinein, stellen die Umzugskartons vor die Wand; auch vor die Wohnungstür. Auch vor die Wohnungstür? „Hey, wie soll ich da noch reinkommen? Ihr könnt doch nicht alles dichtbauen! Aufhören!!!“ Ich schimpfe und fordere sie auf, die Kartons wieder zu entfernen. Links neben mir baut gerade eine Bio-Bäuerin ihren Stand auf. Sie fordert jemanden auf, ihr doch die „Nase“ zu reichen! Die Nase ist ein Schaumstoffgegenstand, das auf der Vorderseite mit weinroter Synthetikfaser bezogen ist. Es enthält vier ziemlich quadratische Ausschnitte, in die jeweils eine Salatkiste hineingeschoben wird. Das Teil steht dann da, und die Salatkisten hängen nahezu freischwebend im Angebot.

Aufbruchsstimmung. Da ich um 17 Uhr mit einem jungen Paar am Stadtrand im Grünen verabredet bin, will ich mich mal schnell auf die Socken machen. Dort zweifelt dann die Frau, dass wir den Anstieg – es ist eine grüne Böschung zu erklimmen – schaffen werden. Der Mann äußert sich gar nicht. Ich habe diese Zweifel nicht, aber hmm, was soll ich machen.

Da ich um 17 Uhr verabredet bin, gehe ich zu meinen Ex-Schwiegereltern, um mich von ihnen zu verabschieden. So sitze ich dann auf dem Toilettenbecken, und die Schwiegereltern daneben. Es sind ergiebige Mengen, von denen ich lasse, und die Schwiegermutter rümpft sichtlich die Nase über die sich ausbreitenden Gerüche. So greife ich reichlich Toilettenpapier, um die Reinigung rasch zu vollenden. Gar nicht so einfach, und der Geruch breitet sich durch die ganze Papierraschelei irgendwie noch stärker aus. Das Naserümpfen ist nicht nur unverhohlen, sondern inzwischen geradezu vorsätzlich! Okay, schnell betätige ich die Spülung, lasse reichlich Wasser laufen und… oje, das Becken läuft voll, viele braune Würste sprudeln umher, es staut sich und das Becken droht überzulaufen! Die Schwiegermutter schimpft laut. Aber von mir hätte sie es sich eh nicht besser gedacht. Rasch nehme ich einen Wischlappen um alles zu beseitigen. Doch dabei ziehe ich einen Wasserschlauch von einem aufgedrehten Wasserzulauf. Zu allem Überfluss übe ich unabsichtlichen Druck auf den Wasserhahn aus, so dass dieser noch von seinem festen Standpunkt abrückt. Nun ist alles nicht mehr so einfach zu korrigieren. Etwas hektisch schiebe ich den Schlauch wieder über den Hahn, drücke diesen auf dem Badewannenrand zurecht, so dass sich die Lage wieder stabilisiert. Währenddessen immerfort die missbilligenden, kopfschüttelnden Blicke der Schwiegermutter spürend.

Aufbruch! Eine weite und einsame Landstraße. Ich bin auf dem Weg zu Agathe, denn um 17 Uhr beginne ich dort immer mit den Putzarbeiten. Heute bin ich echt früh dran. Womöglich werde ich eine Stunde zu früh dort eintreffen. Das ist mir etwas unangenehm. So überlege ich, zuvor bei anderen Leuten zu putzen, aber das wird denen ja auch nicht recht sein – was mir dann auch wieder unangenehm wäre. Vielleicht kann ich einfach früher mit der Arbeit beginnen? Ach, aber irgendwie ist das alles etwas unangenehm, wenn ich zu früh eintreffe.

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