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Wohnung im Schatten eines Hochhauses

Traum:
Neue Wohnung.
Betrachtung von außen: Ein Haus; und direkt nebenan wird gerade ein dreistöckiges Hochhaus errichtet. Ein Rohbau, nach oben hin noch nicht komplett, weswegen fraglich bleibt, wie groß es letztlich werden wird. Aber eines ist bereits jetzt klar: Das kleine Haus, in das ich einziehe, wird im Schatten des Hochhauses stehen – zumindest, wenn die Sonne hoch im Süden steht. Ich stelle mir den Lauf der Sonne vor… wie sie vorüberzieht und ihre Schatten zieht. Gut möglich, dass die Ostseite des Hauses vom Schattenwurf nicht betroffen ist. Die Zimmer dort bieten also die Möglichkeit, Sonne hereinzulassen und zu genießen. Zum Süden hin der Wohnbereich…, der dürfte kaum Sonne abbekommen. Aber, halb so schlimm, denn wer hält sich schon ständig im Wohnbereich auf? Die Ostseite des Hauses zeigt zudem zwei breite Torbögen; dort, wo die Fenster sein werden.

Blick zum Hochhaus: die sauberen Steinquader, so hübsch gemauert, mit vielen großzügigen Auslassungen für die Fenster… Es hat, obwohl es mein kleines Haus ja überragt, etwas Graziles an sich. Die Ablehnung, die ein schattenwerfendes Hochhaus normalerweise in mir auslösen würde, will sich gar nicht so recht einstellen. Das erlebe ich als etwas wundersam und ungewohnt. Umso besser allerdings.

Betrachtung von innen: Ich zeige Wilma meine neue Wohnung. Und zwar anhand einer 3D-Simulation. Ähnlich wie bei Google Earth fliege ich die einzelnen Räume an. Anfangs habe ich einen ungünstigen Neigungswinkel, der mich viel zu schnell hineinzoomt, ohne dass ein Überblick zu gewinnen wäre. Ich verändere vorsichtig die Einstellungen, und dann gelingt es – ein wenig unsicher noch – vom 3D-Wohnzimmer in die 3D-Küche zu fliegen. Insofern etwas kniffelig, da die Zimmertür am Ende es Raumes ist, wodurch ich eine 180°- Wende vollziehen muss, um die Küchenzeile entlang zu gleiten. Na, das geht ja doch ganz gut.

Bald darauf kehre ich in das Wohnzimmer zurück. Auf realer Ebene. Es ist Wilmas Wohnzimmer. Und als ich ihr erzähle, dass in meinem Wohnzimmer ein heller Berberteppichboden liegen wird, zuckt sie nur gleichmütig mit den Schultern. Einen solchen hellen Teppichboden hat sie schon lange. Hier und da hat sie inzwischen Stücke rausgeschnitten und ersetzt, nachdem es dieses oder jenes Malheur gegeben hatte. Ah ja, jetzt erinnere ich mich auch daran (und sehe den Teppichboden direkt vor mir). Wilma ist nur wenig Freude anzumerken – sie wirkt etwas bedrückt.

In meinem Arbeitszimmer probiere ich dann aus, wie das Licht auf meinen Arbeitsplatz fällt. Es kommt tatsächlich Sonne rein! Und darüber freue ich mich. Der Schreibplatz befindet sich direkt vor dem Fenster – unweit der Zimmertür an der linken Seite. Ein kleines, gemütliches Zimmer. Ich überlege, ob ich nicht einfach mit der Sonne weiterziehen sollte? Es steht noch ein weiteres Zimmer zur Verfügung, weiter südlich – oder auch südöstlich. Am liebsten möchte ich den Sonnenschein nach Möglichkeit voll auskosten. Und so ein Computer ist doch heutzutage schnell ab- und wieder aufgebaut. Ich könnte ihn stets dort errichten, wo gerade die Sonne in das Zimmer fällt. Wilma sagt zwar nichts, aber ich spüre ihre Zweifel, ob sich ein solcher Aufwand lohnt. Ja, ob man ihn überhaupt auf sich nehmen würde. Ich denke mir: Warum nicht? Bei dieser Vorstellung ist auch so viel Freude in mir – ganz flexibel, und nach dem eigenen Bedürfnis, hin und her zu ziehen.

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