Home » Traumtagebuch » Probearbeiten in gediegenem Ambiente

Probearbeiten in gediegenem Ambiente

Traum:
Zur Zeit arbeite ich auf Probe in einem gehobenen Speiselokal.
Anfangs bediene ich recht souverän einen runden Stammtisch, reiche Gläser und nehme Getränkebestellungen entgegen. Doch im weiteren Verlauf ändert sich das…
Dieser Arbeitsplatz ist eine sehr weitläufige Anlage – gediegen und altertümlich. Lange Gänge führen von Raum zu Raum, über einen Saal hinweg. Dabei liegen die Gänge teils nebeneinander, ohne dass ich diese Parallelität während des Gehens erkennen könnte! Ich möchte abgeräumtes Geschirr zur Spülküche bringen, aber ich finde die Tür nicht! Über allen Gängen stehen in alten geschnörkelten Buchstaben die Namen, aber die Spülküche ist nirgends zu finden. Mehr und mehr habe ich das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, mich zu weit zu entfernen! Es begegnet mir kaum eine Menschenseele hier. Und falls mich jemand sehen sollte, gäbe ich sicher kein erfreuliches Bild ab. Es ist ja ganz offensichtlich, dass ich mich weder zurechtfinde, noch dass ich hier eine Leistung erbringe! Die latente Verzweiflung wandelt sich in graue Resignation…
Später begegne ich Angelique. Sie sieht mich, ich spreche sie an, aber sie reagiert nicht – keine Antwort. Ich fühle mich noch nicht einmal übersehen, sondern eigentlich noch schlimmer: das Interesse an einer Kontaktaufnahme mit mir scheint erloschen. Diese Unerreichbarkeit bekümmert mich, und nach mehreren Anläufen, mit ihr zu sprechen, gehe ich traurig – trauernd – weiter.

So sehe ich mich selbst einen dieser langen Gänge entlanggehen…
Und bin gleich darauf wieder bei mir. Ich habe mir die Hose ausgezogen, um meine Arbeitskleidung zu kontrollieren. Jetzt, zur Probe, arbeite ich ohne Schürzchen, so dass der Stoff rundum zu sehen ist. Etwas erstaunt bin ich, einen beigefarbenen Uniformrock zu tragen. Zu allem Überfluss hat dieser am hinteren Bund sogar zwei große Flecken! Wie die dahin gekommen sind, das kann ich nicht sagen! Auf jeden Fall muss ich sie entfernen. Denn wenn diese Schlampigkeit zu all dem anderen Unvermögen noch hinzukommt, dann kann ich den Job hier endgültig vergessen. Nur was tun? Ich habe kein Waschmöglichkeit. Mir kommt der Gedanke, die Flecken herunter zu lecken. Bekloppte Idee! Das wird doch nie was! Aber vielleicht kriege ich die Flecken etwas unauffälliger. Ich lecke und lecke, und als ich dann den Rock betrachte, stelle sehr überrascht fest, dass der erste Fleck weg ist! Hab ich ein Glück!

Endlich gelange ich in einen Umkleideraum, und fühle mich etwas entspannter. Vielleicht auch unbeobachteter – hier im Halbdunkel. Ein bekannter Mann steht hier, mir freundlich zugewandt. Mit einem Blick zur Tastatur fragt er verwundert, ob ich nur einen Zahlenblock, aber keine Buchstaben habe? Nein, so erkläre ich, mein Notebook habe alles. Das, was er sieht, ist nämlich nur das Überbleibsel; der Rest der Tastatur, den ich nicht brauchte! Ich zeige zu meinem Notebook. Es ist deutlich zu sehen, dass alles da ist. Da, wo eigentlich der Zahlenblock ist, sehe ich ein leeres Fach. Ich überlege, ob ich dort etwas hineinstellen kann – wofür es gedacht ist! (Dass der Zahlenblock fehlt, ist mir nicht klar).

Er fragt dann nach dem Bekannten, dem Indianer – Mike kenne ihn doch? Ja, Mike erwähnte ihn zwar vorhin, aber er kennt ihn nicht sicher. Deshalb habe Mike beispielsweise auch gesagt: „Deshalb fragte er… – wie hieß er noch?“ Und: „Wo wohnt er noch??“ Der Mann erklärt, der Indianer wohne ganz in seiner Nähe; er kenne ihn. Als ich an diesem Mann vorübergehe, mit dem Rücken zu ihm stehe, habe ich mit einem Mal das angenehme Gefühl, von ihm liebevoll umfangen zu werden. Ich spüre Wärme und Liebe – so tröstlich und wohltuend. – Der Indianer… vor meinem inneren Auge entsteht ein verschwommenes Bild, nur wirklich erkennen, geschweige denn wiedererkennen, kann ich ihn nicht.

Tags: