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Die Nonne mit der rostigen Säge

Traum:
Schemenhaftes Dunkel. Halb auf dem Bürgersteig stehend parkt ein Transporter. Es bleibt nur ein schmaler Pfad zwischen Fahrzeug und Gebäudemauern. Ehe ich weitergehe, werfe ich – vor dem Transporter stehen bleibend – einen Blick an diesem vorbei. Just in dem Moment kommt eine ältere Nonne forschen Schrittes daher; Gewand und Schleier flattern wild um sie herum. Sie hält ihren rechten Arm vorgestreckt, hält eine alte rostüberzogene Säge, einen Fuchsschwanz, in der Hand. Erschrocken sehe ich, dass ein vorderer Teil abgebrochen ist. Die Bruchstelle zeigt sich scharfkantig!

Später komme ich mit Mike und Moina nochmals an dem parkenden Transporter vorbei. Sonja geht einen Meter hinter mir her; Mike ist etwas weiter zurück. Nochmals halte ich Ausschau, ehe ich den Transporter passiere. Wieder kommt mir dort die Nonne entgegen! Und wieder hält sie ihren Arm lang ausgestreckt, und eine Säge in der Hand. Die Säge ist dieses Mal noch rostiger, und wieder ist das vordere Sägeblatt abgebrochen. Nur dieses Mal ist das Sägeblatt dicker, und die Bruchstelle dadurch weniger scharfkantig – wirkt also weniger bedrohlich. Ich bleibe stehen, lasse ihr den Weg frei. Schaue mich um, ob Moina beiseite gegangen ist. Aber was macht die Nonne denn da!? Anstatt achtzugeben, dass sie Moina nicht verletzt, lenkt sie die Säge sogar ein wenig in Richtung ihres Gesichts! Eigentlich erwartete ich, dass Moina ihr Gesicht etwas zurückzieht, aber nein: neugierig neigt sie sich der Säge zu! Die Nonne hat offenkundig nicht vor, Moina zu verletzen. Fassungslos sehe ich, dass sie die Säge dennoch ganz nahe an Moinas Gesicht vorüberführt. Was will sie damit bloß zeigen? Moina zieht nun doch ihr Gesicht etwas zurück – das war haarscharf!

Wir setzen unseren Weg fort. Mike und ich schieben unsere Fahrräder, während Moina bereits voraus läuft, und sich auf den Weg in die Unterführung macht. Ich sage zu Moina, sie solle warten, aber natürlich interessiert sie das nicht, und sogleich ist sie im schemenhaften Dunkel verschwunden. Ach, ich werde mich auf das Rad setzen, dann hole ich sie schnell ein. Aber dann sehe ich, dass nur Treppen hinabführen; es gibt keine Radspur! Nun bin ich noch langsamer als ich es zu Fuß wäre! Mike und ich eilen hinab – von Moina ist nichts mehr zu sehen. Als wir am anderen Ende wieder hinaufkommen, meine ich Moina am Straßenrand zu sehen. Das ist doch ihre blaue Jacke? Und ich höre doch ihre helle Stimme? Es ist zu trübe, ich kann nichts sicher erkennen. Wir müssen uns beeilen, ehe Moina auf die Straße läuft!!

Rostspur:
Wohin führte der Weg der Nonne?

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