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Überraschung bei Platzsuche im Vortragssaal

Traum:
Aufgrund eines Todesfalles in ihrer Familie hat Gisella zu einem öffentlichen Zusammenkommen eingeladen. Im Vorraum stehen einige Tische. Die Gäste trudeln ein, ziehen Jacken und Mäntel aus – reges Treiben. Gisella ist voller Elan bei der Sache, verteilt Faltpläne an die Leute. Gemeinsam mit ihr entfalte ich so einen, weil sie mir gerne persönlich einen Zusatz zeigen möchte, den sie den Plänen anheftete. Es ist ein runder Button – weiß mit blauem Symbol und blauer Schrift – der extra für die Kiddies ist. Mir ist nicht ganz klar, wofür der gut sein soll, denn es handelt sich um einen Stadtplan, und der Button wirkt ein wenig fehl am Platz. Gisella ist jedenfalls ganz begeistert.

Dann trifft Herr Snyder ein. Und als ich ihn auf mich zukommen sehe – er trägt einen leichten Mantel aus Wolltuch über dem Anzug – wird mir meine Kleidung bewusst. Ich trage einen Tuchmantel aus Wolle über dem Hosenanzug. Das Material der Kleidungsstücke ist herrlich leicht – ich fühle mich wohl darin. Herr Snyder reicht mir lächelnd die Hand zur Begrüßung. Während wir in Richtung Vortragssaal weitergehen, halten wir uns unauffällig an den Händen. Diese Berührung hat etwas Zartes und vorsichtig Annäherndes. Wir gehen eine Treppe hinauf. Auf halber Höhe, auf dem Treppenabsatz, lösen sich unsere Hände wieder voneinander, während wir uns einander verbunden anschauen, während sich unsere Wege hier wieder trennen.

Der Vortragssaal ist etwa zur Hälfte besetzt, weitere Teilnehmer treffen ein. Ich suche mir einen Platz, gehe zum Ende des Raumes und möchte dort neben einer Frau am Tisch Platz nehmen. Sie müsste ein wenig beiseite rücken, damit ich zu dem Stuhl gelangen kann. Sie schreibt, und ich mache sie höflich darauf aufmerksam: „Könnten Sie bitte etwas beiseite rücken?“ Sie schaut auf und antwortet freundlich: „Nein, das möchte ich nicht.“ Erst bin ich überrascht, dann steigt etwas Ärger auf. Dabei bemerke ich den indianischen Kaufmann mit der langen schwarzgrauen Haarpracht, der in der Reihe hinter ihr sitzt. Er schaut gleichmütig zu uns her. Im gleichen Augenblick finde ich die Antwort der Frau so erfrischend ehrlich, dass ich prustend loslache. Der ganze Ärger ist fort, ich fühle Entspannung und sage mit ehrlichem Einverständnis: „Aber ja, das ist ganz okay!“ Und muss nochmals über diese unerwartete Wende meiner Platzsuche lachen.

Ich gehe dann wieder zurück; weiter nach vorne. In der rechten Raumhälfte sitzt Valerian an einem Tisch, neben ihm noch ein freier Platz. Als ich ihn frage, ob ich mich dazusetzen dürfe, erwarte ich fast wieder eine Absage. Zu meiner Überraschung ist er echt erfreut: „Ja klar, setz Dich hin!“ Er steht auf, bietet mir seinen Stuhl an, und sagt, ich solle mir ruhig seinen Kaffee nehmen, er würde sich dann einen neuen holen. Gesagt getan, er geht gleich los, um den Kaffee zu holen. Als ich mich auf den freigewordenen Platz setzen möchte, stellt es sich etwas problematisch dar. Denn der Boden unter dem Stuhl besteht teils aus Gartenwegplatten, teils aus aufgeweichtem Erdboden und teils aus Gras. Ich muss also sehen, dass die Stuhlbeine nicht just auf den weichen Stellen zu stehen kommen, da ich dann im Erdboden versinken würde. Es ist eine kniffelige Aufgabe, den Stuhl so zu stellen, dass alle vier Stuhlbeine festen Boden unter den Füßen haben.

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