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Kompetenzen und wärmende Klamotten

Traum:
Nach einer Woche Pause erneuter Arbeitsantritt im Bioladen unter freiem Himmel. Ich habe meine Jacke mit dem Schaffellimitat und das Stirnband anbehalten, stehe hinter dem Verkaufstresen. Die vorübergehenden Leute meinen, ich sei immer noch krank, und deswegen so warm angezogen. Das ist nicht so, aber ich finde es herrlich kuschelig und warm. Naja, aber zum Arbeiten wohl doch weniger geeignet, wie mir jetzt bewusst wird. Ich lege Jacke und Stirnband ab.

Ein etwa dreißigjähriger Mann mit Klemmbrett in den Händen erscheint. Er wurde beauftragt, kurze Einstellungstests vorzunehmen. Die Bewerber wissen nichts davon, dass ihre sprachlichen Fähigkeiten getestet werden; sie bewerben sich schließlich für einen Aushilfsjob im Bioladen. Der Mann mit dem Klemmbrett überlegt noch, welche Wörter er die Leute schreiben lassen soll. Schließlich möchte er nur Stichproben machen, und braucht dafür ein paar wenige Begriffe, die so gewählt sind, dass sie repräsentative Rückschlüsse auf die Fähigkeiten der Bewerber zulassen. Ich mische mich in seine Überlegungen ein: „Wie wäre es mit… Rhythmus! Oder… sympathisch? Gebräuchliche Wörter, die dennoch immer wieder falsch geschrieben werden.“ Als er darauf nicht reagiert, bekomme ich mit einem Male das unangenehme Gefühl, meine Kompetenzen überschritten zu haben und schaue nur noch schweigend zu.

Meine frühere Freundin, eine Kosmetikerin von Dr. Hauschka, erscheint. Oh, ich habe sie seit geraumer Zeit nicht mehr gesehen! Sie kommt an den Tresen, um ein zweites Brötchen für den Gast zu holen, der an einem der runden dunkelblauen Tische sitzt. Schmunzelnd flüstert sie mir zu, der Gast habe sie gefragt, warum sie sich nicht einfach mit einem Brötchen zu ihm setze. So ein freundlicher Mann, findet sie, und nimmt das Angebot doch an, legt ein zweites Brötchen für sich auf den dunkelblauen Teller. Eine gute Gelegenheit, es sich etwas gemütlich zu machen. Als sie sich auf den Weg zu seinem Tisch macht, sehe ich beim Hinterherschauen, dass ihr dunkelblauer Pulli hoch gerutscht ist. Zwischen dem Bund ihrer dunkelblauen Jeans und dem Pulli schaut handbreit ihr hautfarbenes Unterhemd hervor. Es ist aus naturbelassenem Seidenjersey. Es schaut zwar bieder aus, ist aber sicherlich angenehm zu tragen. Ich finde es auch typisch für sie. Bemerkenswert, dass sie bis jetzt nichts von dem hochgerutschten Pulli bemerkt hat, denn inzwischen wird ihr doch kühl im Rücken werden, oder nicht??

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