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Edles Birnenkonfekt im Einwohnermeldeamt

Traum:
Im Einwohnermeldeamt. Mike arbeitet seit kurzem hier und soll heute eine verantwortungsvolle Position übernehmen. Das Wochenende naht, ich bin gekommen, um ihn abzuholen. Obwohl kurz vor Feierabend, müssen noch viele Besucher bedient werden. Ich überlege, hier einfach mitzuarbeiten. Eine der Beamtinnen kommt auf mich zu und bietet mir etwas an: im ausgewickelten Stanniolpapier liegt eine in Spalten geschnittene Birne. Ich nehme vorsichtig ein Stück. Oh… es sah aus wie eine normale Birne, aber nun, als ich vorsichtig ein Stück nehme, ist zu erkennen, dass die Birnenschale mit weißer Schokolade anstelle des Fruchtfleisches gefüllt ist. Mmh, das ist aber lecker!

Eine weitere Beamtin kommt, der ich zum anderen Ende des Raumes folgen soll. Dort angekommen, treffen wir auf einige Jugendliche, die auf ihren Taschen und Rucksäcken sitzen. Wir unterhalten uns, als mich die Beamtin mit aufforderndem Blick auf sich aufmerksam macht. In ihrer Hand hält sie etwas, das sie nun unauffällig – damit die jungen Leute es nicht sehen – neben sich auf den Boden legt. Dabei erkenne ich eine Birne, ein schwarzes Gummi-Armband und ein oder zwei weitere Teile. Ihr Blick sagt, sie möchte es mir geben – unauffällig. Naja, das schwarze Armband aus Fahrradgummi ist keine Überraschung; so ’n Ding habe ich zuhause. Es langweilt mich, aber es ist noch etwas anderes dabei, worauf ich neugierig bin.

Ich nehme die Teile auf und betrachte sie. Es ist eine täuschend echt nachgebildete Abate Fetel aus weichem luftgefülltem PVC. Vor allem die Schweißnaht verrät, dass sie wie ein Wasserball hergestellt wurde. Zudem hat sie einen Aufdruck auf der Schale – einen Text des Herstellers. Diese Birne macht einen ausgesprochen geknickten Eindruck – erinnert von der Form her an einen kleinen Sitzsack.

Dann ein weiteres Stück ausgewickeltes Stanniolpapier mit einigen Birnenspalten drauf. Als ich das erste Stück nehme, spüre ich an den Fingerspitzen, dass es sich um eine ganz besonders fragile Köstlichkeit handelt. Wieder enthält die Birnenhaut eine süße Füllung. Es zergeht zart schmelzend auf der Zunge. Jede Birnenspalte enthält eine erfrischend mildsüße Creme von allerfeinster Konsistenz. Sie sind jeweils mit einem Hauch von weißer Schokolade ummantelt, die knisternd auf der Zunge zerbricht. Vorsichtig lasse ich dieses köstliche Konfekt auf der Zunge zergehen… – so etwas Köstliches, das schmeckt total edel!

Die jungen Leute haben die ganze Angelegenheit zwar bemerkt, aber sie lassen sich bis zum Schluss nichts anmerken.

Die Beamtin bittet mich dann in einen halbdunklen Vorrats- oder Küchenraum. Auf weißen Kommoden stehen eine große Zahl Geschenktütchen mit einer kleinen Auswahl aus der Einwohnermeldeamt-Confiserie. Immer dann, wenn ein Besucher freundlich etwas fragt – wie beispielsweise „Alles okay?“ – dann bekommt er so ein Konfekttütchen als Präsent. Darin enthalten sind immer neue Produkte, die noch nicht im Handel sind. Der Effekt dieser Präsentaktion ist, dass die Kunden sich später – wenn sie das Produkt im Laden entdecken – sich sehr gut an dieses Präsent erinnern können. Sie können es zuordnen, wissen wie köstlich es ist, und werden es dann nicht nur kaufen, sondern die Leckereien auch noch weiterempfehlen. Ja tatsächlich, ich stimme zu, eine wirklich sinnvolle Sache.

Später wieder im Hauptbüro.
Die Besucher sind fort, Mike an anderem Ort beschäftigt. Eine Beamtin sitzt noch am Schreibtisch. Ich will dann mal die Räume durchfegen. Die Fenster stehen auf Kipp, angenehm frischer Wind fächelt durch den Raum. „Wenn Sie hier arbeiten wollen, dann schließen Sie bitte die Fenster!“, bittet die Frau und erklärt mir die Gründe. Na klar, das kann ich machen. …
Der Rest des Traumes entfleuchte…

Rand-Notiz:
Solch einen Traum bekommt man, wenn man in der Praxis von Herrn Dr. Schein ein herbes Antidepressivum entdeckt. Vielen Dank sagt die Naschkatze! :o)

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