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Kalter Kaffee und verrücktes Labyrinth

Viele Traumszenen zuvor, alle in Vergessenheit versunken. Nur dies – bruchstückhaft:

Traum:
Ein weiter Raum in Meeresnähe; mit lichtem Dach und substanzlosen Wänden. Leichtigkeit und Freiheit… Es ist ein Spieleladen, und meine Chefin arbeitet hier tagaus tagein, von morgens bis abends, ohne Unterlass. Eine bekannte Kundin kommt herein… Den Kaffee, den ich ihr anbiete, nimmt sie erfreut an. Es ist der Kaffee, den meine Chefin im Laufe des Tages trinkt. Als die Kundin den ersten Schluck nimmt, verzieht sich ihr Gesicht… Der Kaffee ist kalt und von abgestandener Bitternis. Ich zucke mit den Schultern und erkläre entschuldigend, dass der Kaffee bereits morgens gekocht würde. Jetzt ist es früh am Abend, der Kaffee verliert halt Wärme und Aroma, wenn er lange steht. Ein wenig Mitgefühl mit meiner Chefin begleitet meine Erklärung, denn sie trinkt diesen Kaffee täglich, da sie zu bescheiden ist, sich zwischendurch die Zeit zu nehmen, um frischen Kaffee für sich zu kochen. Die Kundin nickt verständnisvoll.

Während all dieser Zeit trage ich Das verrückte Labyrinth in den Händen. Es hat etwas Selbstverständliches an sich… Ich könnte hier ebenso gut arbeiten, als auch eine Kundin sein – es scheint keine Rolle zu spielen.

Die Kundin hat alles erledigt und wird nun hinausgehen. Ich bitte meine Chefin: „Willst Du nicht auch mitkommen!?“ Sie lehnt freundlich lächelnd ab. Sie hat hier noch einiges zu tun. Sie ist eben immer die letzte, die hier geht.

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