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Qualifizierungsweg

Traum:
Sweety tritt in Erscheinung. Sie streckt sich gerade zu ihrer Wassertränke hoch. Hockt in einem struppigen Nest, das in ihrer Käfigschale liegt. Betroffen wird mir bewusst, dass ich mich seit dem Umzug nicht mehr um sie gekümmert habe! Seit vielen Wochen habe ich die Streu nicht ausgetauscht. Wie konnte ich das alles nur vergessen?
Aber… sehe ich das richtig? Sweety ist seit Jahrzehnten tot, fällt mir nun wieder ein. Ich brauche sie doch gar nicht mehr versorgen. Sehr merkwürdig, dass sie in Erscheinung tritt… Vielleicht bin ich etwas unkonzentriert, lasse mich leicht verwirren? Eine Szene dehnt sich vor meinen Augen aus: Ein Straßenabzweig… Die schmale Fahrbahn führt nach links, eine Steigung hinauf. Ein Schild verrät den Straßennamen: Qualifizierungsweg.

Bald darauf begegnet mir eine Frau, die ich gleich anspreche: „Sind Sie so nett und notieren ein paar Stichworte zu meinem Traum, damit ich ihn nicht vergesse?“ Bereitwillig nimmt sie Schreibzeug zur Hand und ich zähle auf: „Sweety, Nest, Tränke, Reinigen, Qualifizierungsweg.“
Die Frau greift die Begriffe auf und teilt mir ihre Gedanken dazu mit. Sie erwähnt dabei den Begriff ‚Differenzierungsmöglichkeiten’. „Differenzierungsmöglichkeiten!“, ja das hatte ich vergessen aufzuzählen. „Notieren Sie das bitte – es kam auch im Traum vor! Ich stutze… und überlege: stimmt das wirklich? Hmm, nein… das ist nicht richtig. „Oh bitte, streichen Sie es wieder, ich habe mich geirrt“, erkläre ich und frage: „Geht es Ihnen auch manchmal so, dass Sie einen Begriff hören und dann irrtümlich glauben, er sei auch im Traum vorgekommen?“ Es folgt ein kleiner Gedankenaustausch dazu, wobei letztlich das Gefühl bleibt, keine richtige Antwort auf meine Frage erhalten zu haben.

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4 Antworten zu Qualifizierungsweg

  1. wenn ich mich an meine Träume so erinnern könnte. Es ist alles immer weg, gleich nach dem Aufwachen… Interessant. Respekt.

    Lieben Gruß,
    Favonia

  2. REPLY:
    Je höher der Stellenwert ist, den ich meinen Träumen einräume, umso umfangreicher und detaillierter sind die Traumerinnerungen.
    Zudem habe ich das Glück mit einem Träumer zusammen zu leben, der ebenfalls gerne Traumteppiche webt. Wir erzählen uns also stets unsere Träume… und seither erinnere ich sie auch häufiger. :-)
    Verträumte Grüße, Maryana

  3. REPLY:
    Ich gebe zu, ich messe den Träumen noch nicht die Bedeutung bei, die sie haben.
    Aber ich habe mich schon schlau gemacht, wie man lernen kann, Träume zu erinnern. Eines Tages werde ich mich ihnen widmen, nur ist im Moment irgendwie noch nicht der Zeitpunkt dafür. Aber das kommt bestimmt. Wenn es wichtig ist, dann sowieso…

    Lieben Gruß,
    Favonia

  4. REPLY:
    Ja, ich denke auch, es sollte Freude machen. Und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dann bringt er vielleicht die nötige Neugier mit. Ich bin nämlich neugierig, will auch nachts nichts verpassen. ;-)