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Schwarzer Stachel bei familiärem Blind Date

Traum:
Ein kleiner Raum in einem Speiselokal. An den meisten Tischen sitzen Bekannte und Freunde von mir. Ich sitze mit dem Rücken zu ihnen, nehme das Geschehen dort wahr. Vor mir, an einem quadratischen Tisch in der Ecke, sitzt ein Paar mit Kind. Nur nebenbei nahm ich wahr, dass ich den Mann als ziemlich unangenehm erlebe. Als ich mitbekomme, dass sie mit leisen Stimmen über mich sprechen, fällt es mir schlagartig wieder ein: Ich hatte mich für heute an diesem Ort mit einem Paar verabredet – ein Paar mit Kind! Auf diese Weise – Blind Date – wollte ich einen ersten Kontakt am neuen Wohnort knüpfen. Oje, das hatte ich völlig vergessen! Erst jetzt wird mir klar, dass es beim Flüstern des Paares um Spekulationen ging, ob ich diejenige welche sei. Der Mann hatte sich da schon recht abfällig über mich geäußert. Hm, wenn das so ist, vielleicht sollte ich mich gar nicht erst zu erkennen geben? Das ist auch nicht nett, so gebe ich mir einen Ruck, stehe auf und trete zu ihnen; mit der Frage, ob sie vielleicht das Paar sind, mit dem ich…

„Nee Du, lass mal sein!“, winkt der Mann mit mürrisch gesenktem Blick ab, „so was wie Dich, das wollen wir nicht.“ Hmm, na dann…

Ich wende mich ab, gehe zu meinem Stuhl zurück. Da springt der Mann auf, greift an meinen linken Oberarm und zieht einen schwarzen Stachel heraus. „Sehen Sie?!“, „so was (Schmuddeliges) wollen wir nicht!!“, wettert er. Ich nehme den Stachel, betrachte ihn und mir ist es gleich klar. „Wir sind gerade umgezogen!!“, erkläre ich ihm meinen vermeintlich ungepflegten Zustand, „da kann solch ein Rückstand im Körper schon mal sein!“ Diese ganze Situation ist mir nun recht – denn SO etwas mag auch ich nicht.

An meinem Tisch angekommen, komme ich mit der Kräuterhexe in Kontakt. Sie gibt mir einen Zettel und bittet darum, meine neue Adresse und Telefonnummer zu notieren. Der Zettel ist bereits beschrieben – Notizen in Tintenschrift. Es bleibt kaum Platz für die vollständige Adresse mit Telefonnummer. Mehrmals setze ich zögernd den Stift an. Als ich endlich die Adresse notiere, fällt mir die Postleitzahl nicht ein. Und… habe ich eigentlich schon die neue Telefonnummer?

Später… die Zusammenkunft im Lokal neigt sich dem Ende zu. Der unangenehme Mann hat den Raum kurz verlassen. Die Frau richtet für ihre Tochter eine weiche Puppe zum Spielen her. Dabei bin ich ihr behilflich. Es ist ein unvertrautes Konstrukt. Eine Lasche am Puppenkopf muss durch die zentrale Öffnung eines Teekannendeckels gezogen werden. Ein feines Edelstahlröhrchen führt momentan durch diese Öffnung hindurch. Ich ziehe sie heraus, und eine angenehme Flüssigkeit fließt sachte heraus. Der Mann ist inzwischen zurück, schaut mir freundlich über die Schulter. Jemand kommt von rechts hinzu, zeigt mir ein Buch. Der Buchdeckel ist rosa, ein Wohlfühlbuch für Frauen. Hm hm. Ich lese am unteren Rand ein paar Schlagworte. Aromatherapie… Tarot… Hm ja, gut. Als nächstes lese ich das Stichwort Engel. „Oh nee nee nee, das ist nichts für mich!“, sage ich unangenehm berührt. „Siehste!“, ruft der Mann hinter meinem Rücken seiner Frau zu, „habe ich doch gleich gesagt, sie ist eine Homöopathin!“ Er wirkt zufrieden. Meint er mich damit? Oder spricht er von einer Frau, der er vorhin draußen begegnete? Dem Gefühl nach meint er mich. Aber dem Verstand nach, kann es nicht sein. Denn: eine Homöopathin wird Engeln gegenüber sicher aufgeschlossener sein als ich.

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