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S-Bahn-Netz

Traum:
Heute habe ich früher als erwartet Feierabend – noch ruhige Zeit vor dem Berufsverkehr. Unsicherheit begleiten meine Schritte zum Bahnhof. Erst seit kurzem wohne ich hier, und die Bahnverbindungen sind mir noch ein Buch mit sieben Siegeln. Dennoch denke ich, dass ich problemlos von Mühlheim nach Frankfurt/Hauptbahnhof finden werde. Und von dem zentralen Bahnhof wird sich schon die nächste Bahnverbindung aufzeigen.

Ankunft am Vorstadtbahnhof – Dämmerung. Szenerie in Schwarzweiß. Am Bahnsteig entdecke ich einen metallenen Kartenhalter an einer der rußigen Säulen. Darin Faltblätter zum Mitnehmen – außen unbedrucktes Weiß. Ich bin sicher, dass im Mittelteil eine Skizze des Frankfurter S-Bahn-Netzes zu sehen ist. Klasse, damit werde ich mich orientieren können!

Ein Triebwagen pausiert auf einem Nebengleis. Die Tür ist geöffnet. Darin sind ein paar Bahnarbeiter mit Vorbereitungen beschäftigt. Einer der Arbeiter ruft mir zu, ich könne nachher mitfahren. Das sagt mir zu, denn so kann ich sicher sein, mein erstes Etappenziel zu erreichen.

Kurz vor der Abfahrt fragt ein Mitreisender, ob er in dem Triebwagen mitfahren kann. Der Arbeiter schüttelt mit dem Kopf: „Leider nein.“ Er zeigt zu dem angehängten Waggon auf dem benachbarten Gleis. Darin – und zwar gleich vorne beim Einstieg – sind noch Klappsitze frei. Dort dürfen wir gerne Platz nehmen; das ist die reguläre Bahn. Im Triebwagen dürfen normalerweise keine Fahrgäste befördert werden. Ich bin etwas verwirrt – oder enttäuscht? – weil es den Anschein hat, als habe mir der Arbeiter sein Angebot nie gemacht. Mir wäre es auch unangenehm, deswegen noch einmal zu fragen, zumal wir ja eine Fahrgelegenheit haben. Im Triebwagen hätte ich mich halt sicherer gefühlt, da ich mit diesem mein Ziel gewiss erreicht hätte. Die Fahrt im Waggon scheint mir diese Sicherheit nicht zu geben.

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