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Limericks ohne Lachen

Traum:
Völlig unvermittelt sitze ich plötzlich im Auto meiner Mutter, die Richtung NSJ fährt. Ihre Fahrweise finde ich total erschreckend! Sie hält sich an keine Vorfahrtsregel, fährt weder vorausschauend noch rücksichtsvoll. Zwar schaut sie nach rechts und links, aber ohne ihre Fahrt zu unterbrechen. An dieser Kreuzung jetzt spüre ich zwar Unsicherheit, ob meine Mutter hier nicht doch Vorfahrt („rechts vor links“) hätte, und die anderen ihr diese nicht gewähren, aber es geht alles so schnell. Erst im Nachhinein erkenne ich, dass meine Mutter Vorfahrt gehabt hätte. Der einzige Vorwurf, den ich ihr wirklich machen könnte wäre, dass sie uns damit in Gefahr brachte, indem sie ungeachtet des Verhaltens der anderen Verkehrsteilnehmer ihrem Recht folgte.

Endlich kommen wir auf dem kleinen Gelände an. Wir eilen sofort in die Schützenhalle, wo eine Veranstaltung stattfindet. Ein großer blonder, sehr sympathisch wirkender junger Mann – Typ Student – trägt gerade selbst ersonnene Limericks vor. Am Rande der Wahrnehmung kriege ich mit, dass nach jeder zweiten oder vierten Zeile eine Pointe kommt. Ich bin aber so unkonzentriert, mit der Aufmerksamkeit überall, dass ich den Inhalt der Zeilen nicht erfasse. Offenbar geht es den anderen Anwesenden ähnlich. Denn mit einmal sagt er Vortragende belustigt: „Hey, da war wieder eine Pointe!!“ Aber keiner lacht – bisher nicht, und auch jetzt nicht. Nicht einmal dieser durchaus humorvoll vorgebrachte Hinweis führt zu einem Aufmerken. Immerhin wird mir nun bewusst, wie wenig präsent ich bin, wende mich aufmerksamer dem jungen Mann zu und schaue ihn an. Er lacht spitzbübisch in sich hinein. Und nun lache ich still mit – die nächste Pointe werde ich bemerken, da bin ich sicher.

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