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Blutige Oberschenkel und Mutlosigkeit

Traum:
Eine kleine, mildlichte Nische im Kassenbereich nahe dem Aufenthaltsraum der Angestellten. Bin soeben eingetroffen, um meine Arbeit anzutreten. Meine Kollegin – wir ähneln uns, ohne verwandt zu sein, und werden manchmal von Außenstehenden verwechselt – deutet betroffen auf meine Oberschenkel. „Du musst dich gleich krank melden!“ Meine Oberschenkel sind voller Blut, das stetig aus mir heraus fließt. Diese Tatsache hatte ich längst wahrgenommen, dennoch wäre ich nicht auf die Idee gekommen, mich krankschreiben zu lassen. Meine Kollegin geht eine Stiege hinauf, gesellt sich zu einem Angestellten.

Nun, da ich über diese Möglichkeit nachdenke, überfällt mich sogleich das vertraute Unbehagen… Wäre es nicht reine Faulheit, zuhause zu bleiben? So schlecht geht es mir doch gar nicht – bin nur etwas schlapp. Allerdings… der Blutverlust ist extrem. So entschließe ich mich, heute nicht zu arbeiten. Währenddessen gehe ich auf die Stiege zu, und genau im Augenblick der Entscheidung höre ich oben leise die Tür zugehen, durch die meine Kollegin gerade gegangen war. Ich weiß, es könnte Zufall sein, es muss gar nichts mit meiner Entscheidung zu tun haben, dennoch fühle ich mich nun aufgrund meiner Entscheidung von meinen Kollegen dort oben ausgeschlossen. Und eben diese Reaktion trifft meine leisen Befürchtungen, die das Unbehagen in mir auslösten. Und gewisserweise sehe ich das nun bestätigt; sehe mit einem Gefühl traurigen Bedauerns meine Befürchtungen gerechtfertigt. Mutlos bleibe ich in der eingetretenen Stille zurück.

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