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I skill

Traum:
In einer neuen Stadt angekommen. Die Stimmung ist leicht –das Baumgrün fächelt munter im milden Oktoberwind. Überraschend – aber, seinem Auftreten nach zu urteilen, zuvor mit Nahestehenden abgesprochen – kommt ein Vertreter auf mich zu. Er verteilt Info-Material. Englisch und viel zu schnell sprechend erklärt er mir etwas. Ich verstehe nicht ein einziges Wort. Wie unangenehm, dass meine Englischkenntnisse hier nicht ausreichen. Der Vertreter – ein sympathischer Mann um die Vierzig – reagiert darauf mit munterer Gelassenheit. „I skill!“, meint er, mir dabei auf die Schulter klopfend, „Try again later!“

Skill… ein vertrautes Wort, das mich berührt, mich ungemein belebt! Aufatmend verstehe ich, dass er diesen Vorgang nun unterbrechen wird, um mir genügend Zeit zu geben, mich anhand des Info-Buches in die Materie einzulesen. Dann machen wir weiter.

Er geht von dannen und ich werfe einen ersten Blick auf die überlassenen Informationen. Es ist ein dickes illustriertes Buch und… in der rechten Hand halte ich einen roten Lederriemen, an dem ein Hundekopf baumelt – ein junger Boxer, der leise hechelnd und lebensfreudig um sich schaut. Deutlich spüre ich sein Gewicht in der Hand. Hmm, das ist also ein platzsparender Hund. Als ich einen zweiten Blick auf ihn werfe, sehe ich, dass es mehr als ein Hundekopf ist: ein dreibeiniger Hund mit zwei Vorderläufen, der sich nach hinten hin zu einem Hinterlauf verjüngt. Ich finde, die dadurch erreichte Platzersparnis ist so unerheblich, dass man den Hund nur dafür seines vierten Beines nicht berauben sollte. Mal sehen, was Mike zu dieser Sache sagt.

… wir gelangen an den offenen Eingang eines zoologischen Gartens, wo der Vertreter sich gerade um die Tiere und Pflanzen kümmert. Der Weg hinter dem Eingang ist fleckenweise von Steinbeeten geteilt. Dort entlang war ein Mauswiesel entlaufen…

Kaum habe ich Mike von dem Infomaterial erzählt, da eilt er dem Vertreter bereits hinterher! Mike findet das Buch so interessant, dass er es nicht zurückgeben möchte. Er will es dem Vertreter für etwa 10 Euro abkaufen. Ich rufe Mike hinterher, er solle doch warten! Denn bei der nächsten Besprechung bekämen wir das Buch wahrscheinlich kostenlos, oder für maximal zwei oder drei Euro überreicht. Doch Mike will nicht warten. Ich gebe mich geschlagen.

Zeitsprung. Die Sache ist gelaufen, ich fühle mich entspannt. So sitze ich nun unter einem Baum am Rande einer lebhaften Straße – irgendwo in England. Der Vertreter kommt vorbei, lächelt mich an, strubbelt mir freundschaftlich die Haare und sagt froh: „Gut gemacht!“ Hm, zwar weiß ich nicht, was ich gut gemacht habe, aber seine Aussage gibt mir trotzdem ein gutes Gefühl.

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