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Laub-Insekt

Ausführliche Träume, die sich beim Aufwachen der Erinnerung entzogen. Bis auf eine Sache, die ich an dieser Stelle aufgreifen will.
Allerlei Handlungen und Begegnungen liegen hinter mir. Dabei ging es um Umzugsthemen, und ich machte eine Fahrt mit der Bahn. Unter anderem der Versuch einen aufgeschlitzten blauen Müllsack mit Malerband zu reparieren. Kam dabei letztlich zu der Idee, dass beiderseits der Folie geklebt werden müsste, um es einigermaßen haltbar zu machen.

Traum vom 1. Oktober 2006
Als ich nun zur Nachmittagszeit in einen nahezu leer geräumten öffentlichen Raum komme, habe ich das Gefühl, mich bereits von einigen unangenehmen Angelegenheiten befreit zu haben. Die Arbeiten sind ebenfalls bald erledigt, der Feierabend naht – und darauf freue ich mich.

Wenige Schritte weiter links entdeckte eine bekannte Frau gerade etwas, das auch mir bereits ins Auge gefallen war. Mir war das zuwider gewesen, weshalb ich dem nicht weiter Aufmerksamkeit schenkte. Sie greift es am filigranen Rückgrat, nimmt es vom Boden auf und hält es hoch. Seine Beine zappeln hilflos und ängstlich in der Luft. Die Frau fragt: „Willst Du ihm nicht helfen??“ Das Tier hat eines seiner Beinglieder verloren. Ein sonderbares Insekt von der Größe eines ausgewachsenen Hummers und irgendwie an eine Heuschrecke erinnernd. Sein Leib besteht aus gelbem Septemberlaub, das an einem Skelett aus feinen Zweigen hängt. Ein Laubblatt – also ein Bein – ist abgefallen.

Die Frau kommt näher und fragt, ob sie das große Insekt von oben auf mich herabfallen lassen solle. Ich sitze in der Hocke, stelle es mir gar nicht erst vor, da rufe ich schon „Iieeh nee!“ aus. Aber ich bin jetzt bereit, dem verletzen Tier zu helfen. Zuvor muss ich noch etwas erledigen. Ich stehe vor einer ungewöhnlich großen Barbie-Puppe, und streife schwarze handgestrickte Wollstulpen über ihre Arme. Darauf achtend, dass die Stulpen wirklich bis zu den Armausschnitten des grau-schwarz-weiß geringelten Strickpullis (aus Schafwolle) reichen. Wärme ist jetzt so wichtig! Die Haut muss nahtlos bedeckt sein, erst dann bin ich soweit, mich dem Laub-Insekt voll echter Anteilnahme zuzuwenden.

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