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Quarkbällchen und Kaffee im Moorexpress

Traum:
Eine nüchterne Reise mit dem alten Moorexpress – Ziel unbekannt. Wieder ist der Fahrgastraum ausgesprochen weiträumig. Ich stehe die ganze Zeit vor den, auch während der Fahrt, geöffneten Zugtüren.

Bei jedem Halt gibt es einen fliegenden Wechsel: mit Quark-Apfel-Bällchen gefüllte Klarsichtkisten werden in das Abteil gereicht. Dazu braune Packpapiertüten für die Einweg-Kaffeebecher. Die geleerten Klarsichtkisten werden bereits während der Fahrt auf die Anhängerkupplung gestülpt.

An dieser Station reiche ich eine leere Kiste raus. Auf dem Bahnsteig steht „die Frau mit dem Pfeil“. Sie hat gebrauchte Papiertüten mitgebracht, damit diese für die Kaffeebecher noch einmal Verwendung finden können. Gleichzeitig äußert sie Zweifel daran, dass die Versorgung mit Kaffee und Kuchen für Kurzstrecken sinnvoll ist. Die Haltestellen liegen nicht sehr weit auseinander. Ist es da überhaupt möglich, in Ruhe seinen Kaffee zu trinken?

Bei einem Blick nach hinten, über meine rechte Schulter, sehe ich einen italienischen Handelsreisenden auf der Holzbank vor einem im Boden montierten Tisch sitzen. Der Milchkaffee im Pappbecher dampft… und er verzehrt genussvoll eines dieser Quarkbällchen. Er wirkt keineswegs gehetzt.

Das Angebot ist vielleicht doch eine gute Sache. Wenngleich ich den Anblick der geleerten Kunststoffkisten auf der Anhängerkupplung nach wie vor etwas skurril finde.

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