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Zeit der Herbstfeuer

Traum:
Frieden vor der Dämmerung… nach langer Zeit hinter dem Großelternhaus. Ich gehe den Weg zwischen Äckern entlang. Ein Bauer bereitet gerade das Land. Auf dem benachbarten Grundstück sehe ich eine Landfrau, die ebenfalls den Boden lockert und von Altem befreit.

Die Wege zwischen den Äckern ziehen weiche Furchen. Es stimmt mich nachdenklich, als ich sehe, dass die beiden Landarbeiter hier und da mandelförmige Ausbuchtungen am Wegesrand herrichten – ein Tun voller Liebe.

Warum tun sie dies? Überall liegen Aststöcke herum, die sorgsam vom Acker abgetragen und gesammelt werden. Ende September… der Sommer geht zu Ende – vielleicht ist schon wieder die Zeit der Herbstfeuer gekommen? Das Tun der Beiden hat etwas Meditatives, das auch mich zur Ruhe kommen lässt.

Im hinteren Ackerbereich haben Mike und ich ein kleines Beet. Wir waren einige Zeit nicht mehr hier, und es haben sich ein paar Aststöckchen über die braune Erde gelegt. Sie bedecken das Beet in gleichen Abständen parallel nebeneinander. Der Landarbeiter fragt freundlich, ob er unser Beet gleich mit bereiten soll. Ein nettes Angebot. Aber ich habe mir bereits einen Aststock genommen und schiebe damit die Stöckchen zusammen auf einen Haufen an den Rand. Auf dem Weg vor mir liegt gemähtes Gras – ausgedörrt und von der feuchten Spätsommerluft durchfeuchtet. Mit dem Ast nehme ich dies vom Boden auf und beseitige es. Und wieder fällt mein Blick auf die mandelförmigen Wegstücke… die Zeit der Herbstfeuer… Dieses Gewahrwerden erweckt melancholische Gefühle… ich spüre leisen Abschiedsschmerz.

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