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Banuta von W.

Traum vom 11. Dezember 2009

In einem gediegenen Landhaus. Altes Mobiliar aus dunklem Holz, Orientteppiche auf der Auslegeware dämpfen das seichte Geplänkel der Anwesenden. Ich bin zu Gast auf einer Vernissage, die von einer Frau ausgerichtet wird. Sie ist so alt wie ich, vielleicht etwas älter. Als sie mich erkennt, teilt sie erfreut mit: „Wir haben auch einiges von Banuta v. Westhausen (oder ähnlich, jedenfalls mit ‘West’) ausgestellt!“ Die Galeristin sagt es so, als sei Banuta v. W. eine der wichtigsten Künstlerinnen Worpswedes gewesen. Ansonsten hätte sie wohl eher die Bilder von Paula Modersohn-Becker erwähnt, die ja viel bekannter. Erstaunlich. Ich kann mir dies nur so erklären, dass die Galeristin sich weniger damit auskennt als sie vorgibt. Gleichzeitig bin ich dankbar, freue mich über diese Information und über die ausgestellten Gemälde von Banuta v. W., die ich mir gerne ansehen will. Ich wusste bisher nicht, dass Banuta zum Kreis dieser Künstlerinnen zu zählen ist. Erinnerte nur, dass sie eine Adelige aus dem vornehmen Bremen-Borgfeld ist, die sich gerne künstlerisch betätigt. Na, da hat sie sich also tatsächlich noch einen Namen gemacht. Wie schön. Begeistert, aber dem gediegenen Ambiente entsprechend zurückhaltend, reagiere ich mit einem Redeschwall. Erzähle von allem, das ich im künstlerischen Bereich über diese Banuta weiß. Kühl und knapp unterbricht mich die Galeristin, hebt indigniert den Kopf, reckt die Nase hoch, um über mich hinwegzusehen und sagt mit spitzer Stimme: „Bitte, ich unterhalte mich gerade. Würden Sie bitte nicht stören!!“ „Oh sorry…“ Da sie mich ansprach, war mir völlig entgangen, dass sie sich in einem Gespräch befand. Eine blöde Situation. Ich erlebe mich als aufdringlich, rücksichts- und gedankenlos, wie ich so zwischen den Frauen stehe.

Traumpfad:
Beim Aufwachen wusste ich sofort, dass Banuta real eigentlich Donata heißt und tatsächlich mit Borgfeld zusammenhängt.

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