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Sadist am Bahnhof

Traum:
In einem kleinen Bahnhofsgebäude im Morgengrauen – nahezu menschenleer; Nischen im Halbdunkel. Das Warten auf die Abfahrt.

Ein Typ treibt sich hier seit Stunden rum… er fügt den Menschen gerne Schmerzen zu. Sobald er ein Opfer greifen kann, nimmt er dessen Gliedmaßen in den Klemmgriff und macht schraubende Bewegungen, bis sich unter extremen Schmerzen das Fleisch von den Knochen löst. Dafür bevorzugt er Kinder; gegebenenfalls greift er auch schon mal einen Erwachsenen. Solange ich mich leise und absolut unauffällig verhalte, habe ich meine Ruhe vor ihm. Die leiseste Auffälligkeit löst allerdings seinen Drang aus, dann stürzt er sich auf mich.

Ich bin erleichtert, als ich bemerke, wie er sich etwas entfernt. Das klägliche Wimmern eines Kindes hallt bald darauf durch die klammen Gemäuer – eines seiner nächsten Opfer.

Später, und eine Etage höher – der Tag schreitet fort, und der Bahnhof zeigt sich freundlicher und wärmer – treffen Mike, Moina und ich auf Hans. Ich erzähle Hans von dem sadistischen Typen. Dabei den Tränen nahe… Nahe, wenngleich die Tränen bereits an ihrer Quelle erstickt werden. Unangenehme gequälte Gefühle, Blockade…
Hans nimmt die Sache mit dem Typen ganz gleichmütig. Er meint, wenn wir dem weniger Aufmerksamkeit schenken, dann sei alles weniger schlimm. Vielleicht hat Hans Recht; ich versuche es gelassener zu sehen. Dennoch bleibt dabei das Gefühl – vielleicht verstärkt es sich dadurch sogar noch – mit diesem Erleben ganz allein zu sein. Mitgefühl kann ich – ganz allgemein betrachtet – vermutlich nicht erwarten.

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