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Traumbuch aus den 70er Jahren

Traum:
Ein Seminar – Pausenzeit. Ich liege auf meiner Matratze am Boden. Jackie, eine längst verstorbene Schulkameradin, tritt in den Raum und legt ein paar Dinge ab. Sie geht gleich darauf, und mir fällt die Rolle mit dem Toilettenpapier ins Auge. Es ist dieses weiche feuchte Papier, das während Flügen mit der Lufthansa verteilt wird. Also ist es wohl immer noch so wie damals…– aber warum sollte sie auch mit einem Billig-Flieger anreisen?

Ich lasse meinen Kopf dann wieder in den Schoß des Mannes sinken, der hinter mir liegt. Bis jetzt kannte ich ihn gar nicht. Wie ich so bei ihm liege, genieße ich kurz und in vollen Zügen das entstandene Nähegefühl. Erst kürzlich hatte ich bei einem Bekannten so gelegen, und es war schön. Ich wundere mich ein wenig, dass dieses Gefühl bei diesem Unbekannten genauso da ist – wenn nicht sogar stärker.

Wenig später hocke ich mit dem neuen Bekannten in einer schummerigen Nische. Er hält das Buch in den Händen, das ich ihm gerade empfohlen habe. Es ist ein altes Taschenbuch aus den 70er Jahren zum Thema Träume. Der Autor des Buches scheint eine Mischung aus Carlos Castaneda und Jeremy Taylor zu sein. Die Texte erinnern an Castaneda und Taylor, lassen aber auch an Werner Zurfluh denken. Das Buch ist illustriert; zeigt unter anderem die Zeichnung eines Mannes, der aus einem brennenden Ast entwächst – die bildhafte Wirkung ist sehr eindrucksvoll, flößt etwas Ehrfurcht ein. Ein anderes Bild zeigt ein eiweißhaltiges Gewächs, dessen Zellen sich rasch teilen, so dass das Gebilde rasch anwächst. Ein weiteres Bild zeigt einen Mann mit erleuchtetem Gesicht. Das Buch behandelt verschiedene Traumarten, die anhand von Beispielen ausführlich analysiert werden – ein ausgesprochen inhaltsreiches Buch. Mein neuer Bekannter meint: „Ich verstehe nicht viel von Träumen.“ „Nö, macht ja nichts“, sage ich „einfach mal lesen und sich vielleicht begeistern lassen!“ Währenddessen geht mir die Frage durch den Kopf, ob ich dieses Buch überhaupt schon gelesen habe? Ich bin mir nicht so sicher.

Rand-Notiz:
Das Buch erinnert mich – gerade auch deswegen, weil ich diese Nacht auch von Zucker träumte – an ihren Beitrag „Und wieder ein paar Bücher vor ihrer drohenden Vernichtung gerettet“. Die beiden Geheimlehre-Bücher von Madame Blavatski hätte ich nämlich auch gerne in mein Bücherregal gerettet. *g*

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2 Antworten zu Traumbuch aus den 70er Jahren

  1. zuckerwattewolkenmond

    Na da hab ich ein nettes Zuckerli für dich: wie ich nämlich später gesehen habe, gibt es beide Bände als kostenlose PDF unter http://de.wikipedia.org/wiki/Blavatsky. Einfach bis ganz nach unten zu den Links scrollen. ;o)

  2. REPLY:
    Hey wow, super – vielen Dank für den Hinweis! :-)