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Koprophagie

Traum vom 16. August 2009

Hinweis: Der vorletzte Absatz des folgenden Traumes kann eventuell Ekel hervorrufen.

Konferenzraum. Am Tisch die Herren der Geschäftsleitung. Es geht um die Besetzung einer neuen, leitenden Position.

Stephan – alter Kollege von damals – und ich saßen bis jetzt unbeteiligt am Fußende des langen Tisches. Mit einem Male springt Stephan auf. Ich tue es ihm nach, während ihm ein Einfall kommt und er mich fragt: „Soll ich mal an dich erinnern? Du bist doch schon in jungen Jahren durch unübliche Meinungen, Innovationskraft und unkonventionelle Haltungen aufgefallen. Bist also bestens für den neuen Posten geeignet!“
Hmm… na ja… jetzt wo er so sagt… kommt es mir auch in den Sinn, dass ich mich durch ein paar Merkmale hervortun könnte. War mir noch gar nicht aufgefallen.

Während wir die Längsseite des Tisches entlang eilen, kommen wir an Theo vorbei, der etwas abseits auf einem Stuhl sitzt. Er sieht noch genau so aus wie vor dreißig Jahren. Stephan erwähnt in seiner Gegenwart nochmals, warum er mich für geeignet hält. Im gleichen Augenblick schiebe ich eine Silbermünze in den Schlitz eines eigenständigen roten Einkaufswagenschlosses. Doch Theo wirkt nachdenklich in sich gekehrt und das Gehörte weckt sein Interesse nicht. Einzig dass er den Kopf hebt, zu dem dicken Leitz-Ordner blickt, der oben auf einem alten Kleiderschrank steht. Dieser Leitz-Ordner enthält vielerlei unterschiedliche bedruckte Papiere, die mein Leben geschrieben hat. Ein Ansammlung aller Facetten meiner Persönlichkeit, die sich im Laufe meines Berufsleben herauskristallisierten. Man sieht Theo an, dass er sich nicht daran erinnern könnte, dass mich besondere Persönlichkeitsmerkmale auszeichnen, die mich für den neuen Posten prädestinierten. Er scheint gelangweilt zu denken: „Muss ich irgendwann mal in dem Ordner nachlesen, ob das so stimmt.“ Und dies ‘irgendwann’ wird es deshalb gar nicht geben.

Mir ist das alles egal. Der neue Job, sein Desinteresse – so what? Vergnügt hüpfe ich mit Stephan weiter, verlasse die Konferenz.

Für morgen, Samstag, sind Stephan und ich im vor uns liegenden Hotel verabredet. Ich bin etwas in Sorge, dass wir uns dort verfehlen könnten, da wir weder Zeit noch genauen Treffpunkt verabredet haben. Mike meint dazu, dass ich mich zwölf Stunden im Hotel aufhalten werde, und wir uns während dieser Zeit unweigerlich begegnen würden. Klar, da hat er irgendwie recht. Okay.

Ich halte mich in einem sonderbaren Raum auf. Keine Fenster. Von den vier Raumwänden ragen mehrfach Teilwände in den Raum hinein, so dass sich eine Vielzahl von Nischen ergeben. Überall stehen Bettpodeste aus altem Holz. Das Holz ist rissig, aber von der häufigen Nutzung auch dort wie blank poliert. Diese Holzlager dienen als Spielwiese. Es gibt allerhand Gerätschaften, die der Befriedigung besonderer Vorlieben dienen können. Schraubzwingen, Kurbeln, Kolben, Zahnräder, Gestänge – alles aus schwerem angerostetem Eisen. Stephan sitzt auf einem Holzlager, vergnügt sich mit einem Spielzeug und macht rhythmische Bewegungen, die mich an Masturbation denken lassen. Kann es aber nicht genau erkennen.

Meine Aufmerksamkeit richtet sich größtenteils auch auf anderes. Ich sitze auf einem Holzlager; rechts von Stephan, etwas vorverrrückt. Zwischen meinen an die Brust gezogenen, weit geöffneten Beinen ist eine Vorrichtung geschoben, mit der ich mich gerade beschäftige. Da ist ein Eisenkolben – von Rost überzogen, wie alle Gerätschaften hier – der von Zahnrädern angetrieben rhythmisch in meine Vagina stößt. Stephan schaut dabei zu, seine Bewegungen werden hastiger. So richtig in Stimmung bin ich allerdings nicht. Einerseits ist das Vor und Zurück des Kolbens zu zaghaft, nicht eindringlich genug – bleibt unbefriedigend – andererseits bin ich noch sehr darauf konzentriert, die Funktionsweise der Vorrichtung zu verstehen. So etwas war mir bisher noch nicht untergekommen und ich muss noch erspüren, ob es mir gefällt.

Etwas später, ein paar Schritte weiter. Ich sitze an einem Tisch. Links von mir ein bekannter Mann. Stephan kommt von den Eisenkammern her direkt auf mich zu, schiebt mir etwas in den Mund, von dem er meint, es widere mich an. Ah, ich spüre sofort, was es ist:
Es ist ein kleines Stück Scheiße (etwa an ein Scheibchen Gyros erinnernd), ummantelt von eigenem Saft. Ich belasse es ganz vorsichtig auf meiner Zunge, erfasse den herben Geschmack, der mich an Wildschweinsauce denken lässt. Okay, das ist nicht übel.Ich weiß aber sehr genau, dass ich tunlichst nicht hineinbeißen sollte! Denn dann würden sich das ganze Aroma und der volle Geschmack entfalten; und zwar so intensiv, dass es mir unerträglich würde. Ich richte meine ganze Aufmerksamkeit in den Mundinnenraum, nehme mir ausreichend Zeit dafür, mache minimale Bewegungen mit der Zunge und befördere das Stück Scheiße langsam nach vorn auf die Zungenspitze und schließlich ganz vorsichtig zwischen meine Lippen hindurch und lasse das unversehrte Stück auf den Löffel zurückgleiten.

Stephan ist dann doch überrascht, wie gelassen ich auf seinen Versuch reagiere. Ich wusste aber auch, worauf es ankommt: man sollte sich das nicht auf der Zunge zergehen lassen!

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