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Baumvergleich – frei nach Flömer

Traum:
Am Esstisch vor drei hohen Fenstern – heiterer Blick in üppiges Grün, Sonnenschein. Ein geschäftlicher Anruf von der Spediteurin. Sie möchte erfragen, wie die Wohnungsbesichtigungen verlaufen sind. Ich freue mich, ihr eine positive Rückmeldung geben zu können: „Es ist gut gelaufen. Verkaufen gehört zu meinen Stärken. Ganz allgemein ist es so, dass ich etwa jeden Fünften für eine Sache begeistern kann.“

Die Spediteurin wünscht eine realistische Einschätzung meiner Erfolgsquote für dieses Projekt. Anhand eines Vergleichs mit hundert versuche ich mich dem anzunähern. Worauf die Anruferin mit einem kühlen Lachen reagiert – vielleicht lacht sie aus geschäftstüchtiger Höflichkeit. „Aha“, sagt sie gelangweilt, „da ziehen wir also B ä u m e  zum Vergleich heran – frei nach Flömer.“

Flömer ist – wenn ich es ganz spontan richtig einordne – der Name eines bekannten NLP-Trainers. Möglich, dass es von ihm eine Methode mit diesem Baumvergleich gibt. Mir schwebt auch vor, dass ich ein Buch von ihm gelesen habe – ein Taschenbuch in Jeans-Design. Nebenbei kommt mir in den Sinn, dass sich die Spediteurin offenbar nachhaltig mit NLP auseinandergesetzt hat – warum sonst sollte sie diesen Namen erwähnen?

Während dieser Gedanken beantworte ich ihre Frage: „Angenommen, es sitzen zehn im Baum, dann kann ich zwei davon auf die Erde holen.“ Es rattert in meinem Gehirn… Stimmt meine Aussage eigentlich mit dem anfänglich gemachten Vergleich mit den hundert Bäumen überein? Nein… oder… doch? Jeder fünfte von hundert entspricht 20 Prozent. Aber sind zwei von zehn auch jeder fünfte? Ich glaube schon, nur bin ich ein wenig verwirrt, weil mich der Name Flömer von dieser Sache ablenkte. Gleichzeitig habe ich das vage Gefühl, dass sich die Spediteurin zwar mit NLP gut auskennt, dem aber einen geringen, oder gar minderwertigen Stellenwert beimisst.

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