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Nebenwirkungen

Traum vom 17. August 2009

In neuer Umgebung. Privathaushalt. Vor einem Tisch stehend. Links an diesem sitzt Amy, die mir interessiert zuhört. Rechts von mir steht Carl, betrachtet mit wohlwollendem Lächeln mein Gesicht. Ich erzähle voller Freude, wie gut alles nach dieser einschneidenden Veränderung anläuft. Wie zufrieden ich mit der Entwicklung meines Lebens bin. Die neu hinzugewonnene Freiheit, das Gefühl der Erleichterung spüre ich angenehm deutlich. Nebenbei möchte ich einen Schluck Getreidekaffee nehmen, greife also nach meinem Kaffeebecher, stoße ihn jedoch an, er fällt fast um – er tänzelt und kippelt, fängt sich zum Glück, ohne etwas zu verschütten.

Mit einem Male bricht sich die Verzweiflung Bahn, die sich im Laufe der vergangenen Monate unbemerkt angesammelt haben muss. Die Nebenwirkungen der notwendigen Medikamente sind nicht ganz ohne. Meine Stimme kippt – ein heiseres Kreischen, das sich im nächsten Moment wieder fängt – als ich meine Ungeschicklichkeit erkläre: „Seitdem ich diese Medikamente nehmen muss, habe ich immer wieder das Problem, dass ich das, was ich anpacken will, umstoße oder verschütte; es entgleitet meinen Fingern.“ Erst jetzt wird mir das Ausmaß meiner diesbezüglichen Verzweiflung bewusst.

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Eine Antwort zu Nebenwirkungen

  1. Danke fuer diesen Beitrag. Wirklich gut geschrieben.