Home » Traumtagebuch » Soraya-Schöne, Mauswiesel und psychoaktive Pilze

Soraya-Schöne, Mauswiesel und psychoaktive Pilze

Traum:
Weit hinten im Mühlheimer Landhaus – vor den Kegelbahnen. Die Beleuchtung ist nicht eingeschaltet, das Tageslicht dringt spärlich mit goldenem Schein durch farbige Mosaikfenster aus Bleiglas. Ein Ort abseits des Trubels – angenehm. Gäste werden erwartet, die ich mit Speisen und Getränken versorgen werde, doch lange Zeit geschieht nichts…

Sammy erscheint, wir schlendern zu einem Seiteneingang, bleiben in der Tür stehen und schauen hinaus. Er sagt, er würde uns gerne beim Umzug helfen. Und fragt, ob er dieses Mal wieder auf der Offenbacher Couch schlafen kann, die wir draußen neben der Terrasse stehen haben. Oh, diese Couch haben wir gar nicht mehr, aber wir stellen ihm gerne eine Luftmatratze zur Verfügung! Sammy zeigt sich einverstanden.

Daraufhin sitzen eine Bekannte und ich in seinem Auto, fahren achterbahnähnliche Hügel hinauf und hinab. Meine rostbraune Jacke wird aus dem spaltbreit offenen Seitenfenster hinausgewirbelt. Kein Problem, Sammy kurvt zurück, greift aus dem Fenster und gibt mir die Jacke zurück.

Alsbald finden wir uns in einem alten, stillgelegten Raum wieder, der von großzügiger Weite und einer Spiegelwand geprägt wird. In zehn Meter Entfernung sehen wir eine Szene im links liegenden Zimmerbereich:
Vor den Spiegeln sitzt eine nackte Schönheit auf einem weißen, eieruhrförmigen Kunststoffschemel mit einer Sitzfläche aus dunklem Plüsch. Sammy und ich blicken auf ihre wohlgeformte Rückenansicht: dunkelbraunes Haar fällt in sanften schimmernden Wellen auf ihren makellos weißen Rücken… der zu einer schmalen Taille zusammenläuft und sich bald darauf zu knackigen Pobacken ausdehnt – ein wirklich ästhetischer Anblick. Eine junge Frau in den 70er Jahren… eine lebendige Momentaufnahme aus jener Zeit. Sammy lacht leise und albern, während er sie unablässig betrachtet. Ob er sie wirklich ganz unverfroren in ihrer Nacktheit betrachtet, sich dabei dessen bewusst, dass diese junge Frau uns bisher nicht bemerkte? Ich drücke mein Gesicht in die zusammengewurschtelte rostbraune Jacke, beobachte Sammy durch eine verbliebene Lücke im Stoffknäuel – er soll meinen prüfenden Blick nicht bemerken. Ich stelle fest, er beobachtet sie hemmungslos.

Wir kehren zurück in den Raum vor den Kegelbahnen. Sammy erzählt, dass diese junge Frau damals seine Freundin war. Er reicht mir eine alte Illustrierte. Auf dem Titelbild sind Sammy und diese Frau abgebildet. Sie liegen auf der Offenbacher Couch, er hat sie von hinten umfasst, sie lächeln strahlend, Wange an Wange. Die Frau ist eine wahre Schönheit mit leicht mandelförmigen Augen und perlweißen Zähnen zwischen erotisch geschwungenen Lippen. Sie erinnert ein wenig an Soraya. Und Sammy war damals ein verblüffend attraktiver Mann! „Wow… soo hübsch die beiden!“ Der Bildhintergrund zeigt die Wand zu den Kegelbahnen. Bereits damals brannten dort viele eingelassene, kleine Lämpchen – auch heute noch, wie ein kurzer Blick bestätigt. Nicolette geht gerade beschäftigt vorüber und bestätigt erfreut, dass Sammy wirklich ein gutaussehender junger Mann war.

Mein Standpunkt ist nun ein etwas anderer – nahe bei den Mosaikfenstern, mehr im Tageslicht. Auf dem Fußboden bemerke ich ein kleines Tier… ein Nagetier mit grauweißschwarzem Fell – ..eine Maus?? Der Leib scheint einer Maus etwas unähnlich. Ob es wirklich eine Maus ist? Da erkenne ich, dass es ein kleines Mauswiesel ist, das unvorhersehbar hin und her springt. Mit einem „Jaja“, erzählt Nicolette, dass das Wiesel bereits seit letztem Sommer da sei. Offenkundig ist das für sie völlig in Ordnung, während ich überlege, ob wir es nicht besser aus dem Haus bringen sollten. Moina kommt – verträumt an ihrem Saftfläschchen nuckelnd – ins Zimmer. Das Wiesel springt gleich an ihr hoch, zwickt ihr ins Gesicht und beißt in den Sauger. Erschrocken sucht Moina bei mir Schutz. Ich erkläre, was sie machen muss, damit das Wiesel ihr nicht zu nahe kommt: mit strenger und männlicher Stimme laute Geräusche in Rachen und Kehle erzeugen. Als ich dies demonstriere und gleichzeitig ausprobiere, lässt das Mauswiesel desinteressiert von Moina ab.

Wir gehen aus dem Haus. Während wir es verlassen, fühlt es sich noch amerikanisch an. Überraschend die Kulisse, die sich draußen bietet. Afrikanische Steppe… in fünfzig Meter Entfernung schießt ein exotischer Baum explosionsartig aus dem Erdboden: dabei streben eine Vielzahl von Stämmen in alle Himmelsrichtungen. Tocktocktocktocktocktock!!! Der ganze Boden ist von sonderbaren Gewächsen bedeckt, sie dehnen sich bis zu unseren Füßen aus. Eine gallertartige dunkelgrüne Masse wabert mit verhaltenem Blubbern. grünmushNeongrün leuchtende Hüte lassen erkennen, dass es sich um eine Pilzart handelt. Sie reifen wie im Zeitraffer heran. Die Entfaltung zu ihrer Baum-Gestalt geschieht dann auf die explosive Weise… Es ist faszinierend…! Eingeborene mit milchbrauner Haut, Stirntüchern und Wickelhosen nutzen dieses Naturgeschehen zu einem besonderen Vergnügen. Sie wissen aus Erfahrung, wann das Wachstum dieser Gewächse diesen explosionsartigen Verlauf nimmt, warten – auf den entsprechenden Pilzhüten sitzend ab – und lassen sich dann von ihnen hoch in die Luft katapultieren. Dabei sind sie sehr geschickt, niemand verletzt sich. Moina geht neugierig in die teils fluoreszierende Masse, verschwindet halb darin. Dabei gerät etwas von der Masse an ihr Fläschchen, das sie gerade in den Mund schiebt. Nun hat sie dieses brisante Zeug im Mund!! Mit eiligen Bewegungen wische ich ihre Mundhöhle wieder frei… nicht auszudenken was geschieht, wenn etwas davon in ihrem Mund explodiert…

Verwandte Träume:
Gartenschuppen voller Kinderschätze
I skill

Tags: