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Ferngesteuerte Abtreibung

Traum vom 17. August 2009

Der Frauenarzt – ein junger, nur spärlich bekleideter Mann mit bemerkenswert langen und ordentlich muskulösen Beinen – betritt den Raum. In seinen Händen hält er eine Modellauto-Fernsteuerung mit langer Teleskopantenne. Sein Erscheinen wurde erwartet; ebenso auch, dass er mit dem notwendigen Gerät ausgerüstet ist. Zwei Frauen und ich müssen heute unser Baby abtreiben. Ich bin im 5. Monat und finde, dass meine Schwangerschaft für einen Abbruch schon recht weit fortgeschritten ist. Ich spüre mit einem Male meinen strammen, gespannten Bauch.

Mit einer Handbewegung fordert der Frauenarzt dazu auf, uns auf die Abtreibung vorzubereiten. Der Ablauf wurde vorab genau besprochen, weshalb ich nun ganz sicher weiß, was zu tun ist. In jeder Hand halte ich ein etwa ein Meter langes, gut verzweigtes starkes Geäst. Die unteren Enden presse ich an den unteren Rand des Schambeins, so dass das Geäst einem Geweih ähnlich von dort entspringt. Der ununterbrochene Kontakt des Geästs mit dem Schambein ist hierbei von großer Wichtigkeit, damit die Signale der Fernsteuerung vollständig zum Schambein übertragen werden und somit den Abtreibungsprozess vollführen können.

Da ich ständig in Bewegung bin, hin und her laufe, ist es nicht so leicht, den ständigen Kontakt zum Schambein zu halten. Mir ist nicht ganz klar, welche von uns drei Frauen zuerst an der Reihe ist. Doch da bemerke ich ein anhaltendes, unangenehmes Ziehen im Bauch… Da bin ich also als Erste dran…. In meinem Bauch strampelt und boxt es nun heftig. Es wehrt sich mit Armen und Beinen gegen seine Abtreibung. Mit welcher Kraft es um sein Leben kämpft! Kurz bin ich beeindruckt und unangenehm im Herzen berührt. Dann ist es vorbei…

Ob ich jetzt, nach langer Zeit, mal wieder Blutungen haben werde? Vielleicht sollte ich Vorsorge treffen? Ich habe nichts dabei mit dem ich meine Kleidung schützen könnte.
Irgendwie bleibt ein still-trostloses Gefühl in mir zurück…

Plötzlich fällt mir ein, dass ja auch Moina schwanger war und ihr durch meine Abtreibung nun auch ihr Baby genommen wurde! Oje… wie traurig…. Sie war mit einem Plüschtier schwanger: dem rosaroten Panther. Einige Augenblicke lang keimt in mir die Hoffnung, ihre Fantasie könne ausgeprägt genug sein, so dass sie sich weiter schwanger fühlen kann. Es tut mir so leid, so schrecklich leid. Ich spüre inneren Schmerz und tiefes Bedauern.

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