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Braune Absperrbänder vor den Treppen

Traum:
Mit dem Zug am Bahnhof eingetroffen. Ich verlasse den überdachten, möglicherweise unterirdischen Bahnsteig und gelange direkt in ein angrenzendes Restaurant. Ich denke an ein Zugrestaurant, wenngleich es natürlich nur deshalb ein Zugrestaurant ist, weil es Restaurant neben den Bahngleisen ist.

Vermutlich wurde hier gerade erst geöffnet. Ich sehe eine Angestellte, sie trifft letzte Vorbereitungen. Kurz blickt sie zu mir herüber. Die anderen Leute aus meiner Gruppe sind noch nicht eingetroffen, weshalb ich erst einmal zu den Bahngleisen zurückgehen will. Ich drehe mich um, gehe zu den Treppen die nach unten führen. Alle Treppen – Rolltreppe, Treppe, Radspur und Schräge – sind jeweils mit einem braunen Band abgegrenzt. Es sind Bänder aus seidenfeiner Chemiefaser – dezent und elegant, von Chromständern gehalten. Und nun? Wie komme ich hier jetzt raus? Die Angestellte kommt herbei geeilt, schiebt sich an den Absperrbändern vorbei, geht zwei Stufen hinab, hält inne und dreht sich zu mir um. Ihr Tun will mir einfach nur demonstrieren, dass ich die Treppen gehen kann! Ihr ganzes Verhalten hinterlässt den Eindruck, dass es doch ganz logisch sei, dass man sich an den Absperrbändern vorbeidrückt; dass es völliger Unsinn sei zu glauben, es sei nicht erlaubt und man müsse auf eine Aufhebung der Sperre warten. Das irritiert mich… denn bisher glaubte ich doch an dieses ‚Gesetz’. Leichtes Schamgefühl breitet sich in mir aus… ich komme mir vor, wie ein unerfahrener Dummkopf.

Schon bald habe ich das Bahnhofsgebäude verlassen, stehe auf freiem Platz in der Nähe eines Bahnhofrestaurants. Darin befinden sich die anderen Gruppenmitglieder, genießen eine Kunstausstellung. Ich warte auf sie. Ein bekannter Mann setzt sich zu mir, auf eine umgedrehte kleine Papptrommel. Mit angenehm warmer und liebevoller Stimme erzählt er mir, dass die anderen Teilnehmer zu einer bestimmten Uhrzeit um Mittagessen im Restaurant verabredet seien. Das Menü sei bereits ausgewählt. Ich schaue hinüber… große Fenster, hinter denen warm gedämpftes Licht zu sehen ist. Einige sitzen direkt am Fenster. Auf dem Tisch eine Kerze – gemütlich. Der Mann erzählt weiter, dass sie die Kunstausstellung noch nicht vollständig besichtigt haben. Nach der Mahlzeit könnte es sicherlich noch eine weitere Stunde dauern, bis sie herauskommen. Er wird mir so lange Gesellschaft leisten. Seine Wärme und Freundlichkeit tun mir ausgesprochen gut.

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