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Bosporus Feelings

Traum:
Ankunft im Hafen am späten Abend. Südländisches Ambiente. Zu viert – Mike und ich mit Bine und ihrem Mann. Wir lassen das kleine Hafenbecken hinter uns. Im Augenwinkel nehme ich Positionslichter eines dümpelnden Schiffes wahr. Entlang der Reling leuchten viele Lämpchen im Dunkel der Nacht. Bine und ich gehen voraus. Mike und Bines Mann sind im Gespräch vertieft, folgen langsam unserem Weg. Ich erzähle davon, dass dies nach mehr als zwei Jahren mein erster Spaziergang zu später Abendstunde ist. Es war vorher nie möglich, da Moina zu dieser Zeit bereits schläft und ich bisher immer bei ihr blieb. Heute lasse ich sie zum ersten Mal betreuen.

Schon bald gelangen wir an das Meer. Atemberaubend leuchtendes Türkis liegt vor uns… Das Meer ist von unten her hell erleuchtet. Das Licht des Wassers strahlt weiter über sich hinaus, taucht die gesamte Umgebung in einen sanften, geradezu märchenhaften Schein. Es ist phantastisch… Der Sand des schmalen Strandstreifens erinnert an Gold. Samtweiße Gischt wogt heran, schmiegt sich sanft und rhythmisch in den warmen Sand. Am linken Meeresufer alte Gebäude, Lichter und Laternen. Schemenhaft die dunklen Umrisse einiger Passanten, die näher am Meer stehen.

Wir wollen uns weiter umschauen, gehen einen Weg nach links und bemerken bald, dass wir hier wieder zum Hafen zurückkämen. So schlagen wir den Weg nach rechts ein und gelangen an die Bosporus-Brücke. Sie liegt weiter unter uns, dehnt sich weit vor uns aus… Die Fahrbahnen liegen im warmen Licht unzähliger Laternen. Wir könnten die Brücke entlanggehen. Es wäre ein Weg, der uns weit von diesem Gebiet fortführte. An diesem Abend ist es nicht mehr zu bewältigen. So entscheiden wir uns für einen dritten Weg, der in die Altstadt führt.

Vom Ufer des Meeres aus führt ein ansteigender Weg zum Marktplatz. Er ist aus Steinen gelegt, die üblicherweise zum Hausbau verwendet werden. Der Weg ist mit einer dünnen Schlammschicht bedeckt. Wir hörten davon, dass es heute heftige Regenfälle gab. Regenwasser mischte sich in den Sand, der hier am Meer viele Wege überzieht. Der Weg ist im linken Bereich mit rutschigem Schlamm bedeckt, an der rechten Seite wogt das türkislichte Meer, spült sein Wasser bis zu unseren Füßen. Der Weg ist steil, wir geraten immer wieder ins Rutschen. Bine hält sich an mir fest. Lachend sage ich zu ihr: „Wenn Du stürzt, dann stürzen wir beide!“ Sie würde mich unweigerlich mitziehen. Endlich aber erreichen wir das höher liegende Plateau des Marktplatzes.

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2 Antworten zu Bosporus Feelings

  1. zuckerwattewolkenmond

    Irgendwie liebe ich ja solche Reiseträume, vor allem wenn sie mit schönen Bildern verbunden sind. Das ist dann fast wie ein kleiner Urlaub. Manchmal können sie aber auch anstrengend sein. ;o)

  2. REPLY:
    Hmm, Du bringst mich da auf was… “manchmal kann es anstrengend sein”. Erst dadurch fällt mir auf, dass ich im Traum alles ganz gelassen hingenommen habe. Die Steigung, das Rutschen, die Suche nach einem Weg… aber auch das Leuchten des Meeres, all diese Lichter in der Nacht, die phantastischen Aussichten… – so, als wäre das alles Alltag. Eine solche Gelassenheit würde ich sogar anstreben wollen – aber ich vergesse das immer wieder (was ich allerdings ganz gelassen betrachte) ;-)