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Gartenschuppen voller Kinderschätze

Traum:
Im Morgengrauen. Zielstrebig, wenn auch aus unerfindlichem Anlass, gehe ich ins Wohnzimmer, direkt zur blauen Couch unter dem Dachfenster. Dort halte ich nachspürend inne… Ich hatte hier doch etwas wahrgenommen… Gerade springt eine Katze von der Lehne. Sie ist ausgewachsen, das Fell weiß mit schwarzgrauen Flecken. Sie springt ertappt in die Essecke. Nanu, wie ist die Katze in unsere Wohnung gekommen? Alle Fenster sind geschlossen, oder? Ein Blick zu den Fenstern bestätigt das. Aber wer weiß schon, wann und wo und wie die Katze dennoch hier herein gefunden hat. Ich vermute, es ist Joes Katze. Als ich zum Fenster gehe, um es für die Katze zu öffnen, sehe ich es weit offen stehen. Beim Blick hinaus sehe ich Joe draußen nach seiner Katze suchen, höre leise lockende Rufe. Er vermisst sie schon.

Dann stehe ich nahe vor Joes kleinem Garten. Schemenhafte Paare gehen – sich dabei an den Händen haltend – von Joes Garten aus hinüber zu Sybilles Terrasse, und im weiteren Verlauf hinüber zur Terrasse der vorderen Wohneinheit. Sie gehen schweigend, erinnern an eine geisterhafte Prozession. Dabei höre ich eine neutrale männliche Nachrichtenstimme sagen: „Gunnars Frau hat auf Kinder/Eltern geschossen.“ Wobei ich anmerken muss, dass Sybille die Frau von Gunnar ist, also gleich neben Joe wohnt. Es ist eine zwar beunruhigende Nachricht, die allerdings nicht so überraschend ist, da alle Anwohner von Sybilles psychischen Problemen wissen.

Darauf eile ich die Treppe runter und gehe aus dem Haus. Vor der Haustür sitzt eine männliche Lehrkraft – Typ Steinbock – auf einem Stuhl vor einem Schultisch und erledigt Schreibarbeiten. Als ich erscheine, merkt der Mann kurz von seiner Arbeit auf, bestätigt murmelnd das vom Nachrichtensprecher veröffentlichte Geschehen und wendet sich wieder seinen Papieren zu. Ich will uns in Sicherheit bringen, werde Mike und Moina auf dem Weg zum Parkplatz aufsammeln.

Gemeinsam mit Mike und Moina treten wir in unseren Abstellschuppen im Garten (gibt es real gar nicht). Gleich am Eingang liegen zwei kleine Teppiche. Einen davon, nämlich den Dunkelroten, erkenne ich, denn wir bekamen ihn von Sammy geschenkt. Der andere Teppich ist von naturweißer Farbe. Mike schüttet Wasser aus Moinas Trinkfläschchen auf den dunkelroten Teppich, und ich bearbeite ihn kräftig mit der Schrubberbürste, um ihn zu reinigen. Dabei drücke ich auch einen großen Teil des Wassers zu den Seiten. Hey, das ist eine rote Flüssigkeit! Etwas entsetzt frage ich Mike: „Hast Du etwa Rotwein in Moinas Fläschchen getan?“ „Mist!!“, antwortet er, hebt das Fläschchen vor die Augen und betrachtet es mit prüfendem Blick über den Brillenrand hinweg. Auch ich kann es nun deutlich erkennen. Das Fläschchen ist jetzt zwar größtenteils mit Wasser gefüllt, aber an der Oberfläche schwimmt noch ein Rest Rotwein, als wäre es Öl. Das lässt die Vermutung zu, dass zuvor wirklich nur Rotwein darin war. Oje, zu allem Überfluss schüttet er nun auch noch Wasser auf den Teppich, der inzwischen ganz durchnässt ist. Wie soll dieser Teppich jemals wieder trocken werden?

Wir waren länger nicht mehr in diesem Schuppen, so dass mir unsere vertrauten Dinge gleichzeitig wie neu vorkommen, die ringsumher zu sehen sind. Dabei fühle ich mich wie ein kleines Kind… so viele interessante Sachen stehen hier herum!

Mike ist etwas ins Auge gefallen. Eine alte rotbraune Couch steht hier, ein helles Tuch liegt darauf, dass irgendwann mal achtlos dort abgelegt wurde. Mit den Worten „Na, das ist ja Futter.“, holt Mike eine tote kleine Maus aus den Falten des Stoffes und hebt sie hoch. Die Maus ist starr und ausgetrocknet. Die kleinen Beinchen wirken fast schon brüchig. Im Stoff sehe ich lauter Winkelstücke aus Messingrohr liegen – sie wirken ziemlich neu. Sicherlich wird so etwas beim Heizungsbau verwendet. Hinter der alten Couch steht ein augenfällig alter Schrank. Eine Türe steht recht weit offen, etwas Einwickel- oder Zeitungspapier quillt zwischen Decken heraus und ich meine, darin ein leises Rascheln von Nagetieren zu hören. Wenn ich mich nicht täusche, nehme ich auch Bewegungen darin wahr. Ich versuche es im Dunkel des Schrankinnern zu erkennen, kann aber nicht wirklich etwas entdecken.

Werde dann auch von Moina abgelenkt, die zwischen all dem Abgestellten herumspielt. Schließlich sind auch einige Spielsachen von ihr hier verwahrt. Vergnügt ritt sie gerade auf etwas, und lässt sich just in diesem Augenblick zur Seite fallen. Auwei, hoffentlich verletzt sie sich in ihrem ungestümen Spiel nicht! Sie landet zwischen lauter unbenennbaren Einzelteilen, gluckst vor Vergnügen. steht auf und geht zu ihrer Spielküche. Es ist eine quietschgelbe Küche von Smoby, wie ich an dem Aufkleber mit runden Buchstaben erkennen kann. Dazu gehört ein Campingtisch mit Bänken und Puppengeschirr – auch alles in dem leuchtenden Gelb. Bei der Vorstellung, mit all den Sachen zu spielen, wird mir auf kindliche Weise ganz froh – fast so, als seien dies Weihnachtsgeschenke. Ich überlege, dass wir gar nicht alles mitnehmen können, wenn wir umziehen. Wo sollen wir all die Dinge hinstellen? Aber um diese schöne Kinderküche wäre es wirklich schade! Da alles aus wetterfestem Kunststoff ist, könnten wir es vielleicht bei der Oma in den Garten stellen?! Eine Idee, die sich vielleicht umzusetzen lohnt.

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