Home » Traumtagebuch » Milch für den Millionär

Milch für den Millionär

Traum:
Eine helle Halle. Links die Fensterseite mit einer Reihe von Tischen davor – vielleicht eine Kantine. Der Worpsweder Millionär sitzt an einem Tisch, unterhält sich mit einer der Geschäftsführerinnen, die hier gerne einen Kaffee trinken. Er möchte Milch trinken. An der Schmalseite der Halle, in einer unbeleuchteten Nische, findet sich eine kleine Küche. Aus einem der Oberschränke wähle ich ein Glas für die Milch aus. Soll ich ein kleines bauchiges nehmen? Oder ein höheres bauchiges, oder ein schmales hohes Glas? Es steht auch ein sechseckiges Glas darin, das ich spontan nehmen will. Dann aber halte ich inne… ein kantiges Glas, wäre das nicht etwas unsympathisch? Besser, ich nehme eine runde Form. Mit großzügigem Schwung schütte ich frische Milch aus einer bauchigen Glaskaraffe in ein quadratisches Gefäß aus Chromgitter. Die Milch hält sich trotz der vielen und großzügigen Öffnungen. Deutlich sind Ausbuchtungen zu sehen, und mir wird klar, dass die Oberflächenspannung der Milch ein Ausfließen verhindert, solange ruckartige Bewegungen vermieden werden.

Dies serviere ich dem Millionär, der ansetzt und mit großen Schlucken trinkt. Ich befürchte, dass Milch verschüttet wird, aber alles geht gut. Als er absetzt, ist das Gefäß zur Hälfte geleert. Da er nichts anmerkt, weise ich darauf hin: „Die Milch hält sich im Gitter, sie wird von keiner Glaswand gehalten!“ Um es zu demonstrieren, aber auch um mich selbst noch einmal zu vergewissern, pieke ich den Zeigefinger durch eine Öffnung. Oups… da ist ja doch ein Glasbehälter drin…! Was soll es auch… – ich spüre unerwartet Erleichterung, dass die Milch sicher aufgehoben ist, und nicht sofort durch eine kleine unachtsame Bewegung verschüttet werden kann.

Eine Verkäuferin kommt hinzu, setzt sich mit nackten Beinen auf den Schoß des Millionärs. Die Frau ist älter, wirkt sichtbar gepflegt und auf ihr Äußeres bedacht. Da ich daneben sitze, fällt mein Blick auf ihre langen schlanken Beine… sie sind grobporig und von violettblauen Aderlinien gezeichnet. Eine Hautoberfläche, die mich beim Anblick innerlich ziemlich beunruhigt, mir ein unangenehmes Gefühl gibt. Ich schaue auf meine nackten Beine, die den ihren von der Form her ähnlich sehen. Aber sie sind blass und unauffällig – ausdruckslos und nüchtern.

Rand-Notiz:
Milch macht müde Männer munter…

Verwandte Träume:
Hier gibt es nicht nur Milch, sondern auch ein Croissant
An anderer Stelle wurde Milch verschüttet.
Brillefressender Badeschwamm
Rückzieher bei Abrechnung mit Millionär

Tags: