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Heuwagen mit Blaulicht bei aussichtsloser Fahrt

Traum:
Auf einer schmalen Dorfstraße. Uli fährt mal wieder mit ihrem Auto. Ich sitze auf der Beifahrerseite: Mike in der Mitte der Rückbank, zwischen die Vordersitze gebeugt, um das Geschehen verfolgen zu können. Ein dumpfes Gefühl breitet sich in meiner Magengrube aus, denn das Armaturenbrett zieht sich ungewöhnlich weit nach oben. Es bleibt nur ein schmaler Streifen für den Durchblick, und der liegt so hoch oben, dass wir aufstehen müssten! Mike nimmt ein Kissen, will es Uli unterlegen, um ihre Sitzposition zu erhöhen und ein sicheres Fahren zu ermöglichen. Uli steht dazu auf, lässt das Lenkrad los und richtet den Blick auf den Sitz.
Heulicht
Oje!! Der rechte Straßenrand ist von einem hohen alten Gemäuer gesäumt, und dass uns ein Fahrzeug entgegenkommt, kann ich nur vermuten! Unser Auto beginnt zu schlingern, schleift beinahe das Mauerwerk, macht alsbald einen leichten Bogen zur Gegenfahrbahn. Meine Güte, so geht es nicht – wie gefährlich! Durch die Aussicht oberhallb des Armaturenbretts sehe ich nun einen Traktor auf uns zufahren. Er hat Heu geladen – haushoch! Am Traktor ein hoher Mast, an dem hoch oben ein Signallicht blinkt: Besorgt teile ich den anderen mit: „Ich sehe sogar Blaulicht!!“ Wir müssen besser aufpassen! Die Sache mit dem Kissen hat praktisch nichts gebracht, wir müssen uns schnell etwas anderes überlegen oder unsere Fahrt unterbrechen!

Mike und ich werfen einen Blick in Ulis neue Wohnung. Sie ist gerade umgezogen und hockt mit ihren zwei Kindern am Boden einer winzigen fensterlosen Kammer. Vor den Wänden einige gefüllte Tüten und kleine Kartons, dazwischen ein paar Kleinstmöbel. Ich bewundere Uli, wie sie ihren Haushalt derart reduzieren konnte. Das dürfte den Umzug ungemein erleichtert haben. Bei der Vorstellung spüre ich tatsächlich Erleichterung. Gleichzeitig stellen sich auch Zweifel ein. Vermutlich hat sie ein möbliertes Zimmer gemietet. Ohne eigene Möbel wäre dies eine notwendige Konsequenz. Ich erlebe die Szene nun doch als etwas bedrückend.

Rand-Notizen:
Viele Träume diese Nacht, am frühen Morgen mehr erinnert, nur blieb keine Zeit für Notizen. Zu diesem Zeitpunkt haben sich alle verflüchtigt. Nur dieser Traum blieb. Das Aufwachen brachte ein angenehmes Gefühl der Ausgeglichenheit mit – was mich angesichts dieses Traumes etwas überrascht.

Auffällig finde ich, dass in der ersten Szene nahezu keine Aussicht gegeben ist, und diese in der zweiten Szene völlig fehlt.

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