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Eine ganz spezielle Note

Traum vom 12. Dezember 2009

Seit heute Vormittag halte ich mich im Arbeitsbereich eines gediegenen Landhauses auf. Vorhin erzählten mir eigentlich unbekannte Bekannte von einer erfreulichen Entwicklung, die sich für den Betrieb ergeben hat: Der neue Lehrling sei bereits nach kurzer Zeit in der Lage gewesen, zur vollsten Zufriedenheit aller an der Essensausgabe zu arbeiten.

Der Lehrling tritt zu mir, erzählt begeistert von seinen Fortschritten. Seine Augen sind wach, sein Gesichtsausdruck offen, die Ausstrahlung von Leichtigkeit getragen. Er freut sich, bereits jetzt diese verantwortungsvolle Position an der Essensausgabe bewältigen zu können. Ich freue mich auch darüber.

Schaute ich bis eben in den im Dunkel liegenden Tanzsaal, so drehe ich mich nun um 90° nach links und habe Blick auf die Essensausgabe. Ein breiter Tresen mit Arbeitsfläche aus gebürstetem Edelstahl trennt den Küchenbereich und den Bereich der beiden Schwingtüren, durch den gute Geister hin und her eilen. Sie sind so flink, dass kaum mehr als energetisches Strömen von ihnen zu sehen sind. Die schweren Schwingtüren flappen mit dumpfem Nachhall in gut geölten Angeln auf und zu. Die guten Geister des Hauses tragen alles in die völlige Finsternis jenseits der Schwingtüren.

Der Lehrling arbeitet tatsächlich sehr rasch und beeindruckend routiniert. Während er mit einer Hand die Speisen auf den Teller anrichtet, masturbiert er stetig und gleichmässig mit der anderen Hand. Alles wohldosiert. Sind die Speisen auf dem Teller, so gibt er ihnen noch die spezielle Würze indem er einige Tropfen Ejakulat – so als sei es Vinaigrette – auf dem Essen verteilt. Immer wieder, auf jeden Teller gibt er so seine ganz eigene Note – wie ein Konditor mit Spritzbeutel – nicht zu viel und nicht zu wenig. Die Gäste sind mit dem Essen durchweg zufrieden, es gibt keine Klagen mehr. Ein unerwarteter Anblick, eine eigenartige Selbstverständlichkeit.

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