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Vor dem Umzug

Während der ganzen Nacht träumte ich von Dingen, die den bevorstehenden Umzug betreffen, ohne dass ich auch nur einen einzigen dieser Träume vollständig erinnern könnte.

Zwei Träume zeigten den Abschied vom Bioladen. Beide Male trug ich leichte kurze Kleider, derer ich mich dann etwas schämte. Nur war ich noch nicht dazu gekommen, mich bedeckt zu halten. Ich entschuldige mich, verschränke dann die Arme schützend vor der Brust – fast wie fröstelnd.

Vor dem Geschäft haben sich viele Stammkunden zu einem Empfang versammelt. Ich will mich von ihnen verabschieden, finde aber weder Worte noch Wege dahin. Ihre Gesichter sind wie von einem Grau überzogen, wirken unbeteiligt, oder so, als wissen sie von den Veränderungen nichts. Ich weiß auch gar nicht, ob mein Entgegenkommen erwünscht wäre.

Ein anderes Mal, im Bioladen ist es recht dunkel – die Lichter sind erloschen, die Räume leergefegt und ausgeräumt. Es gibt nur noch eine Ablagefläche an der Wand – auch diese ist leer. Eine frühere Kollegin ist da, erzählt kurz von ihrem Sohn. Die Spanien-Auswanderer sind auch hier, nahe bei der Tür – es ist Sommer. Die Stimmung ist sonderbar. Ein langer Zeitabschnitt geht zu Ende.

In einem dritten Traum sehe ich einen Bogen angegilbtes Papier. Es zeigt unleserliche, sehr großzügige Unterschriften in runder Form und mit zarter Linie. Der Umzug wurde damit rückgängig gemacht. Aus diesem Grund wurde dann ein mittelgroßer Hund an einen anderen Ort gebracht. Das war notwendig. Was mich an der ganzen Angelegenheit stört ist dieses vage Gefühl, keinerlei Einfluss auf diesen Vorgang gehabt zu haben. Ja, ich erfahre es ja sogar erst jetzt, wo bereits alles gelaufen ist!

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