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Gefängnisausbruch

Traum vom 31. Juli 2006
Der Gefängnisausbruch ist seit langem geplant. Heute soll es soweit sein. Zwei Komplizen – ein gleichaltriger Mann in schwarzem Shirt und ein blasser Jugendlicher – erscheinen im Kantinenvorraum. Schweigend, sich unauffällig bewegend. Wir verständigen uns mit kurzen Augenblicken. Ich bin übrigens dreißig Jahre alt, männlich, trage ein weißes Shirt, und bin der Anführer.

Meine beiden Komplizen tauchen unter einem weiß gedeckten Tisch ab und verschwinden. Nun muss nur noch ich entkommen. Allerdings spüre ich immer noch die Aufmerksamkeit einiger Insassen. Nicht direkt auf mich gerichtet, aber dennoch würden sie aufmerken, sobald ich eine ungewöhnliche Bewegung mache. Ich muss den Augenblick abwarten, da mich keinerlei Aufmerksamkeit mehr verfolgt. Langsam gehe ich zur Ausgangstüre. Eine schlauchförmige Tasche aus Webstoff geschultert, die meine wenigen Habseligkeiten beherbergt. Dies wird kaum auffallen, da ich dafür bekannt bin viel zu lesen – jeder wird Bücher in meiner Tasche vermuten. Dies aber nur solange, da ich ansonsten völlig unauffällig wirke!!

Minuten vergehen… Immer noch warte ich auf die Gunst der Stunde, auf den richtigen Moment… auf dieses klare Gefühl des „Jetzt – Jetzt ist der richtige Augenblick!!“ Es wird dann sein, wenn ich mich geradezu unsichtbar fühle, weil alle – wirklich alle! – anderen mit ihrer Aufmerksamkeit woanders sind. Warten… warten, bis dieses Schlupfloch in der Zeit eintritt.

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