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Inder in achteckiger Bambushütte am Meer

Traum:
Moina hat neues Wasserspielzeug. Wir machen uns damit auf den Weg zum Strand. Im flachen Wasser eines Meeresufers befestige ich das Spielzeug mittels Karabinerhaken miteinander an einer unbenennbaren Hauptsache. Das Wasser ist klar und sonnenwarm. Es werden mehr und mehr, letztlich unzählige Karabinerhaken, die am Haupthaken hängen. Langsam wundere ich mich darüber, dass der Haupthaken standhält! Durch die auf und abwellende Meeresströmung, dürften all die Teile an dem einen Haken eine kräftige Zugkraft ausüben.

Ein schöner Sommertag in fremder Heimat. Ich komme von einer alltäglichen Erledigung wieder heim. Moina möchte gerne erneut an den Strand. So ziehe ich den Badeanzug an und erzähle einer freundlichen Nachbarsfrau, dass ich Moina den Gefallen gerne sofort tun möchte. Da ich momentan nicht berufstätig bin, habe ich so viel Freiraum. Sie, die Nachbarin, solle aber nicht glauben, dass ich das tun könnte, wenn ich erst einmal wieder arbeiten gehe.

Also geht es noch einmal zum Strand los. Mit dem Rad fahre ich in einer achteckigen Bambushütte entlang. Der Weg führt spiralförmig und entgegen dem Uhrzeigersinn innerhalb der Außenwände entlang. Es ist angenehm, diesen Weg zu fahren, mit den Reifen über die dicht aneinander gereihten, hellen Bambushölzer zu rollen. Das warme und elastische Gefühl der Geborgenheit dabei. Das leise gesättigte Klappern der Hölzer. Der Weg steigt beständig an, und inzwischen haben wir eine Höhe erreicht, wo es immer steiler ansteigt. Ich fahre im ersten Gang und muss womöglich bald absteigen und schieben. Es ist so schön hier, in dieser gemütlichen Hütte! Fenster mit Rahmen aus goldbraunem Naturholz säumen die Außenwand und gewähren rundum Ausblick. Rechts des Weges –auch innerhalb der Bambushütte – ein Ackerstreifen im Sonnenschein unter strahlendblauem Himmel. Ein Inder in meinem Alter pflückt Blätter vom Boden. Es sind Blätter ähnlich Löwenzahn, aber von der Form her bauchiger, das Blatt dicker und die Faser kräftig, wie saftiger Papierfilz. Manche Blätter sind von bleichem Dunkelgrün, andere von kreidigem Weiß. Der Inder erntet büschelweise. Eine europäische Frau – sportlich, sehnig, kurzhaarig, mein Alter – ist an seiner Seite, macht auch mit, zurückhaltend.

Gleich muss ich absteigen, dabei haben wir es gleich geschafft, denn die Abfahrt – aus dem Haus hinaus in Richtung Strand – kann nicht mehr weit entfernt sein. Eine Frau steht direkt am Wegesrand; ich erkenne sie: es ist die Bewohnerin dieser wundervollen Bambushütte! Vielleicht auch die Begleiterin des Inders. Sie bemerkt, dass ich absteigen will und ermuntert mich freundlich lächelnd: „Sie haben es gleich geschafft,gleich ist der Höhepunkt erreicht, und dann geht es bergab!! Fahren Sie weiter!“ Naja, so überlege ich, in den Genuß des Bergabfahrens werden wir wohl nicht kommen, da wir gleich den Abzweig hinaus zum Strand nehmen müssen. Eigentlich schade, aber davon weiß die Frau nichts.

Rand-Notiz:
erste Assoziation zu den Blättern: Tabakblätter

Meer Träume

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Eine Antwort zu Inder in achteckiger Bambushütte am Meer

  1. Du wolltest doch beim Kochwettbewerb teilnehmen. Kann es sein, dass ich eine Einsendung von dir übersehen habe? Ich könnte dich noch dazu nehmen. Bei der Beschreibung der Tabakblätter ist mir komischerweise auch das Wasser im Mund zusammengelaufen:)