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Postelein im Heu

Traum:
Es ist ein altes Haus – Großgrund. Als Hausangestellte hielt ich mich viele Jahre in diesem Haus auf und diente den Besitzern. Inzwischen gab es einen Wechsel, das Haus stand längere Zeit verlassen.

Aktuelle Portraitaufnahmen von mir. Ein zwar typisches Abbild, aber hübscher als in Wirklichkeit. Ich sehe mich mit vollen, ja schmolligen Lippen – feucht und rosig. Ein zurückhaltendes Lächeln, nicht schüchtern. Das Bild strahlt etwas aus, das ich von mir nicht kenne. Auf einen Nenner gebracht, würde ich es innere Ausgeglichenheit nennen! Nur nebenbei registriere ich, dass ich meine früheren Opa-Klamotten trage. Die Tatsache des verbesserten Aussehens will ich so noch nicht glauben.

Der neue Hausbesitzer geht mit mir durch die Räume und erzählt, was hier alles getan werden muss. In einem Nebenzimmer liegen einige Heubatzen auf den Holztischen vor den Panoramafenstern. Mit einer Handbewegung lenkt er meinen Blick dorthin, ich solle schauen… In den Heubatzen wächst Postelein! Es wächst oben und an den Seiten heraus – der Batzen ist vermutlich von rankelndem Wurzelwerk durchzogen. Der Mann sagt, er verstehe nicht, wie der Vorbesitzer es zulassen konnte, dass es sich so verheddert. Ich denke seine Gedanken nach, spüre den Möglichkeiten nach, wie es hierzu kommen konnte. Da spüre ich, wie der Mann vorsichtig meine Hand berührt. Während wir ins Halbdunkel des nächsten Raumes übergehen, nimmt er meine Hand in seine – ein sanfter Halt voller Wärme. Als ich zu ihm aufschaue – er ist deutlich größer als ich – schaut er mir lächelnd und interessiert in die Augen. Aber da ist noch mehr in seinen Augen… etwas das… ja, es ist Wärme und Zuneigung. Wir gehen gemeinsam weiter.

Rand-Notiz:
Bei Wikipedia wird Postelein unter Gewöhnliches Tellerkraut beschrieben. Diesen Namen dafür kannte ich gar nicht. Wieder was dazu gelernt.

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Wenn ich die Lippen in diesem Traum betrachte, dann hat die Lippenpflege einiges bewirkt.

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