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Die Heulboje

Seit gestern habe ich einen traumhaften Begleiter an meinem Schlafplatz stehen. Ich war neugierig, welchen Traum er mir bringen würde.

Traum:
Ein Zusammentreffen vieler Gruppen, die unterschiedlichen Rettungsorganisationen angehören. Es werden Vorbereitungen zu einer großen Übungsveranstaltung getroffen. Die Leute sammeln sich gruppenweise und warten den Beginn ab.

Ich durchquere einen luftigen, teils offenen Saal. Dabei habe ich eine Rettungsboje geschultert – links. Sie ist wie ein Baseball geformt, gut einen halben Meter lang und entsprechend hoch. Das Teil steckt in einer großen Plastiktragetasche. Während ich an den Männern der DLRG vorbeigehe, macht sich einer von ihnen über mich lustig: „Schaut mal, die hat Angst an Land zu ertrinken!!“ Er – ein attraktiver dunkelhaariger Mann in etwa meinem Alter – trägt weiße Shorts und Shirt, sitzt in einem Boot, lehnt sich in diesem Augenblick lässig zurück, legt dabei den Unterarm in den Nacken. Ich finde seine Bemerkung wirklich blöd und überflüssig! Er kann sich doch denken, dass ich hier nur Vorbereitungen treffe, wie alle anderen auch!?

Die Vorbereitungen sind weit fortgeschritten, viele Gruppen füllen die Räume, und viele benötigte Objekte stehen bereits im Weg, verbauen diese teilweise völlig. Ich weiß nun nicht, wo ich die Boje ablegen soll. Weiter komme ich nicht, und hier – wo all die abgestellten leeren Kühlschränke aneinander gereiht stehen – bin ich damit nicht richtig! Mein früherer Ausbilder Theo steht hier rum, und ich frage ihn, wohin ich damit noch gehen könnte. Er sagt, ich solle es doch einfach hier ablegen! Wirklich wohl fühle ich mich damit aber nicht!

Alsbald gehe ich die gegenüberliegende Seite des Saales entlang – hier ist es etwas ruhiger, denn die Leute haben sich an dieser Stelle bereits verzogen. Ich schultere endlich den Sonnenschirm ab, und schiebe ihn in seiner ganzen Länge mit Nachdruck und Gewissheit in eine kleine Öffnung in der Wand. Ein gutes Gefühl, wenngleich… ich einen Moment lang befürchte – je tiefer ich dringe – von einem Stromschlag getroffen zu werden! Man weiß ja nie, welche Leitungen in der Tiefe der Wände verlegt sind. Aber nichts dergleichen geschieht.

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