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Wellende Strandläufer

T r a u m:
Am frühen Samstagmorgen. Mit einem Male finde ich mich in Moinas Zimmer wieder; neben Mike auf der Schafschurwoll-Unterlage, die vor der Matratze liegt. Wir beide im Schneidersitz.

Mein Blick geht auf etwas Bewegtes, das sich halbsichtbar auf dem sonnengelben Laken vollzieht. Es ist eine Unmenge an hauchzarten Fluginsekten mit spinnwebfeinen Beinchen. In ihrer Gesamtheit bewegen sie sich wellenartig – wie die Brandung eines Meeres – bis kurz über das Ende der Matratze hinaus und ziehen sich dann wieder zurück, um gleich darauf wieder vorzuwellen.

So etwas habe ich noch nie gesehen – ich staune und schaue. Diese zarten feinen Tierchen – ich erinnere jetzt, sie werden Strandläufer genannt – sind kaum sichtbar, und vermutlich ebenso wenig greifbar. Und dennoch… langsam beginne ich zu verstehen, wie es dazu kam, mich heute früh an diesem Ort neben Mike wiederzufinden:

Während ich schlief, sammelten sich all die Tierchen unter meinem Rücken, und eine ihrer Wellen trug mich sanft zu Mike hinüber. Wundersam… wirklich wundersam…

Meer Träume

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