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Schlüsselerlebnis mit Brillenetui

T r a u m:
Ein warmer Sommertag – Stadtbummel mit Angelique. Wir treten in ein Bekleidungsgeschäft. Einige Kleiderstände, und in der Tiefe des Raumes ein alter Verkaufstresen aus Holz. In dessen Nähe zwei ältere Verkäuferinnen. Während ich mich umsehe, registriere ich die Feierabend-Vorbereitungen der beiden Frauen.

Gleich beim Eingang entdecke ich eine Bluse, die mir gefällt. Sie ist recht lang, aus hauchfeinem durchsichtigen Baumwollstoff – in Kalkweiß und Blau gemustert. Ich überlege laut, ob ich vielleicht das Shirt dazu kaufen könnte, das ebenfalls am Kleiderständer hängt. Es ist unregelmäßig rot und weiß geringelt, fühlt sich gut an und würde – unter der Bluse getragen – zuviel Einblick verwehren. Angelique äußert sich nicht ausdrücklich dazu, wirkt von meinem Einfall aber nicht gerade angetan.

Während ich die Teile in einer Umkleidekabine anprobiere, spüre ich das unausgesprochene Drängen der älteren Verkäuferin. Sie wollen offenbar den Laden schließen. Ich dachte, es sei bis acht Uhr geöffnet, aber wie es ausschaut, wird schon um sieben geschlossen. Dadurch gerate ich in Entscheidungsdruck. Mein Blick an mir herunter zeigt mir, dass die beiden Teile zusammen recht kleidsam sind. Es trägt sich auch angenehm auf der Haut. Ich will Angelique nach ihrem Eindruck fragen, als die Verkäuferin dazu auffordert, den Laden alsbald zu verlassen. Nanu? Es ist doch erst viertel vor!? Uih, hier wird aber rechtzeitig dicht gemacht! Na, dann gehe ich schnell bezahlen – ich werde Bluse und Shirt nehmen. Nur als ich einen Blick auf das Preisschild im T-Shirt werfe – um mich noch einmal zu vergewissern, dass dieses Teil 15,95 Euro kostet – überfallen mich Enttäuschung und Ernüchterung: 39,95 Euro soll das Shirt kosten! Die Bluse allein ist viel zu durchsichtig.

Es ist zwar unangenehm, so kurz „vor Toresschluss“ die anprobierten Teile zurückzulegen, aber es ist viel zu teuer – so viel Geld steht mir nicht zur Verfügung. Um den Verkäuferinnen keine unnötige Arbeit mehr zu machen, bringe ich beide Kleidungsstücke selbst zur Kommode und lege sie hinein. Den dazugehörigen kleinen Schlüsselbund lege ich sorgsam oben auf den Wäschestapel und schließe die Tür.

Eine der Verkäuferinnen bittet mich, den Schlüssel auf den Tresen zu legen! Oh, ach so… ja klar! Nur als ich den Schlüsselbund aus der Kommode fischen will, kann ich ihn erst einmal nicht wiederfinden! Ich greife hierhin und dahin, aber mein Griff geht immer wieder daneben… – oder der Schlüssel ist gar nicht mehr da?

Mittagsruhe auf dem sonnigen Marktplatz. Die beiden Verkäuferinnen und ich stehen vor der Kirche – einige Schritte vom Eingangstor entfernt. An diesem Punkt werden sich unsere Wege nun erst einmal trennen. Die ältere Verkäuferin, die vorhin zum Aufbruch drängte, möchte mir die Schlüssel zum Verwahren geben – bis zum nächsten Arbeitstag. In meinen Händen halte ich ein nachtblaues offenes Brillen-Etui. Sie hält es für einen guten Aufbewahrungsort. Darin liegen bereits meine Brille und ein Stück „Freud und Leid Kuchen“. Zwar lassen sich die Schlüssel noch dazu legen, aber wegen des Kuchens lässt sich das Etui nicht mehr schließen. Ach schade, aber ich glaube, der Platz ist nicht so geeignet dafür.

Rand-Notiz:

Deutungsanregende Gedanken habe ich gerade bei Elsa Fin aufgesammelt:
Äußeres Erscheinungsbild. Wobei auch dies hier bedenkenswert ist: ich bin

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Mit Erstaunen auf den zweiten Blick bemerkt: real ist ein Schmetterling ist auf dem rot-weißen Shirt. Dieser Aspekt lässt innehalten, denn als ich meinen Brautschmuck vergeblich suchte, sah ich Schmetterlinge als Kettenanhänger. Ein weiterer Zusammenhang ist durch das Symbol Schrank gegeben.

Dieser Eingang zur Kirche erinnert an obigen Traum.

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