Home » Traumtagebuch » Mariechen Müller-Allah

Mariechen Müller-Allah

Traum vom 31. August 2009

Die Kita macht einen Ausflug. Ich bin dafür verantwortlich, dass die Kinder ausreichend gekleidet und versorgt sind, ehe es losgeht. Das mache ich gut und richtig.

Erneut findet ein Ausflug, wie oben beschrieben, statt. Doch dieses Mal komme ich zu spät zu den Vorbereitungen und eine andere Frau hat sich um die Kinder gekümmert.

Das kleine Mariechen (ca. 4 J.) sitzt da und strahlt über das ganze Gesicht. Sie wurde nämlich von der Verantwortlichen aufwändig geschminkt. An sich finde ich das für ein so kleines Mädchen vollkommen übertrieben und auch unangebracht. Doch ich kenne Mariechen ja aus späteren Jahren (Teenager bis Twen) und weiß deshalb, dass Mariechen zu einer Frau heranreifen wird, die sich gerne zurecht macht; ja, dass sie später eine ganz natürliche Einstellung zu Make-up haben wird – es nach Lust und Laune verwendet, ohne sich der Schönheit zu versklaven – so dass ich alle Bedenken beiseite schiebe und mich nun mit der Kleinen freuen kann. Sie freut sich nämlich so richtig doll.

Überhaupt ist so viel Freude unter allen Beteiligten. Dies beschämt mich ein wenig, denn mir wird klar, wie langweilig und wenig inspirierend es ist, wenn man alles nur streng nach Plan macht – so tat ich es ja.

Nach und nach kommen die Kinder eingetrudelt. Um den Überblick zu bewahren, welche Kinder bereits eingetroffen und fertig ausgerüstet sind, schreibe ich ihre Nachnamen auf einen gilben Zettel – er erinnert an eine alte Geburtsurkunde. Es ist so, dass die Nachnamen der Kinder bereits auf dem Zettel stehen, die Tinte aber im Laufe der unzähligen Jahre verblichen ist, so dass kaum mehr als ein Hauch, eine zart sichtbare Geheimschrift zurückblieb. So ziehe ich die Linien der Namen der gerade eingetroffenen Kinder mit Tinte nach. Ganz langsam lasse ich die Feder über das Papier gleiten, die Tinte läuft in satten Zügen auf das Papier, füllt die verblichene Schrift mit neuer Farbe.
Langsam erscheint mit meinem Schreiben:
Müller-Allah
Dabei fällt mir auf, dass es bereits das zweite Kind mit diesem Nachnamen ist. Allah ist ja ein sehr alter Name. Ob ich den Namen richtig geschrieben habe? Die ursprüngliche Schrift ist nicht so einfach zu lesen, denn sie ist altdeutsch und mir nicht so geläufig. Ich zögere, konzentriere mich dann auf den Schimmer des Ursprünglichen und folge den Zeichen unter meiner Feder.

Tags: