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Im Stiftturm

Traum vom 29. August 2009

Nachtaktion. Düster. Ein unangenehme Sache, die mich an diesen Ort lenkt. Ein Truppentransporter steht im Dunkel.

Ein sehr hoher, runder Turm, wie ein Stift – etwa drei Meter im Durchmesser und wohl an die hundert Meter hoch. Altes Gemäuer. In seinem Innern: Ein nacktes Eisenrohrgeländer windet sich an der Innenwand bis ganz nach oben. Das Geländer dient als Fahrspur für eine Reihe von Loren, die autonom gesteuert werden – die Räder an der linken Fahrzeugseite gleiten über das Geländer, während die rechte Seite vom Gemäuer gestützt wird. Es geht also entgegen dem Uhrzeigersinn empor. Auf gut halber Höhe stoppt mein Fahrer, der rechts neben mir sitzt.

Dann im Büro des Militärs in eben diesem Turm. Einige Uniformierte zeigen mir ungerührt, was ich die nächsten Tage zu tun habe: Jeweils zehn Spritzen müssen nah beieinander in den Pomuskel gegeben werden. Der Major verabreicht mir heute die ersten zehn, damit ich lernen kann, wie ich es machen muss. Ich hebe meine Kleider und lasse ihn machen. Unangenehm ist das, was wohl auch daran liegt, dass ich vor Angst die Muskeln total angespannt habe.Ich bin sehr in Sorge, ob ich in der Lage sein werde, mir diesen Spritzen zu verabreichen. Etwas erleichternd ist, dass die Injektionen mit Pens verabreicht werden, die eine nur kurze Nadel haben und auf kurzen Kolbendruck die Flüssigkeit ins Fleisch schießen. Da gibt es weder Zaudern noch Zögern. Eine echt unangenehme Geschichte.

Nach einiger Zeit erneut im Turm. Duckl Kraft sitzt rechts neben mir und treibt die Lore das Wendelgeländer empor. Wir werden ganz empor fahren; bis zur Turmspitze. Wir haben die halbe Höhe längst überschritten. Voller Sorge überlege ich, dass einige Loren in Betrieb sind und somit unweigerlich auch einmal eine zurück nach unten fahren wird. Wie aber soll das funktionieren bei nur einer Fahrspur? Vielleicht ist es ja so, dass die von oben kommenden Loren sich im Falle des Gegenverkehrs ins Zentrum stürzen und im Sturzflug nach unten schießen? Welch eine Vorstellung!

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