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Heißer Asphalt und ein Haufen Eiswürfel

Traum: Ein milder Sommernachmittag. Mike und ich sind mit dem Fahrrad auf dem Kirchdamm in Richtung Grasberg unterwegs. Mein hochschwangerer Bauch wird mir bewusst, das Radfahren ist eine angenehme Bewegung, die mich der Schwere enthebt. Der Radweg grenzt direkt an die Fahrbahn, lässt aber genug Raum zum entspannten Radeln. Diese extra Radfahrspur ist schmal; wenn Autos überholen, reicht es gerade aus.

Es dauert gar nicht lang, da überholt uns eine Straßenbaukolone, die die Straße mit frischem Asphalt überzieht. Sie arbeiten zügig und alsbald haben sie sich in der Ferne vor uns verloren. Die Straße zeigt sich nun schmal. Direkt neben der Fahrbahn ist der Boden tief aufgegraben, die Radfahrspur gibt es nicht mehr.

Wenn jetzt ein Auto überholt, gibt es keine Ausweichmöglichkeit. Jetzt am hellen Tag kein Problem. Mein Blick fällt auf die hellen Betonplatten der Straße, während ich weiter überlege. In den Rillen wachsen grüne Grasbüschel. Ich sehe Mike mitten auf der rechten Fahrspur radeln. Wie soll es aber auf der Rückfahrt in der Nacht werden? Ich mache den Vorschlag, dass wir zurück über Worphausen fahren könnten, weil das im Dunkel ungefährlicher wäre. Mike meint, es sei eine Überlegung wert – wir könnten später noch mal überlegen.

Bald erreichen wir den Abzweig Seehausen. An dieser Stelle ist die Straßenbaukolone wieder eingeholt. Auf der Straße zeigen sich an diesem Punkt die Ausläufer des Baus: erste zerlaufene Flächen frischen dunklen Asphalts bedecken einen Teil der hellen Betonplatten. Gleich nach dem Abzweig zeigt sich die Straße dampfend und heiß – sie ist mit noch weichem Asphalt bedeckt. Dazwischen Arbeiter und die üblichen Baufahrzeuge.

Bei unserem Tempo könnten oder sollten wir die Kolone an dieser Stelle überholen. Wenn nur der Asphalt nicht so heiß wäre… Wir halten mit unseren Fahrrädern auf dem kleinen Transformatorenplatz, direkt neben der Seehauser Straße. Hier liegt ein Haufen Eiswürfel. Sie sind vom Schmelzwasser überzogen und wirken angenehm erfrischend. Mike nimmt einige davon und zielt damit auf die Straßenbauarbeiter. Auch hinter uns haben nun einige damit begonnen, mit Eiswürfeln zu werfen.

Bis zu diesem Augenblick empfand ich die Eiswürfel als angenehm erfrischenden Anblick. Nun aber entwickeln sie sich unversehens zu einem nicht ungefährlichen Geschoß und ich stehe mittendrin. Oder sehe ich das nur so, weil ich aufgrund der Schwangerschaft viel empfindlicher und schutzbedürftiger bin, als zu anderen Zeiten? Niemand will hier den anderen verletzen oder Schmerzen zufügen, dennoch fühle ich vor allem meinen Bauch bedroht. Ich will Mike auffordern, es sein zu lassen, aber ich kriege kein hörbares Wort heraus.

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